First Lego League : Man baue einen Roboter...

Erste Berührungen mit dem Roboterset, von links:  Patrick Behrend (14), Marvin Schäfe (14), Jasper Boeck (15), Schulleiter Johann-Christoph Alsen, Andrea Cammann von der SH Netz AG, Physiklehrer Eike Petersen, Talita Rink (14) und Miriam Orth (14).  Foto: Althaus
Erste Berührungen mit dem Roboterset, von links: Patrick Behrend (14), Marvin Schäfe (14), Jasper Boeck (15), Schulleiter Johann-Christoph Alsen, Andrea Cammann von der SH Netz AG, Physiklehrer Eike Petersen, Talita Rink (14) und Miriam Orth (14). Foto: Althaus

Achtklässler nehmen an Technologie-Wettbewerb teil und müssen Roboter bauen und programmieren.

shz.de von
25. April 2013, 07:12 Uhr

Eckernförde | Noch liegen sie wie tot da: hunderte kleine Einzelteile aus Lego. Manche sehen aus wie die Arme eines Propellers, andere scheinen so etwas wie Bodenplatten zu sein und wieder andere sind Stützen oder Beine. Fünf Schüler der Klasse 8c der Grund- und Gemeinschaftsschule Nord werden diesem Wirrwarr in den nächsten Monaten Leben einhauchen. Mit Unterstützung ihres Mathe- und Physiklehrers Eike Petersen nehmen sie an dem Technologie-Wettbewerb First Lego League teil. Ihre Aufgabe: einen Roboter zu bauen, zu programmieren und zu trainieren, sodass er am Ende verschiedene Probleme lösen kann, zum Beispiel Puzzleteile hin und her verschieben oder den Rand des Spielfelds erkennen, auf dem er sich bewegt. Denn ein Sturz täte dem Maschinenwesen gar nicht gut.

Gut sechs Monate haben die Schüler Zeit, sich auf den Regionalentscheid vorzubereiten, der im November in Rendsburg stattfindet und bei dem sie gegen 15 weitere Teams aus Schleswig-Holstein antreten.

Wie am Ende aus dem Dschungel der Einzelteile ein funktionierender Roboter werden soll, das wissen die Schüler selbst noch nicht genau. Allerdings opfern sie gerne ihre Freizeit, um es herauszufinden: "Ich bastele gerne", sagt Patrick Behrend (14), "und ich mag es, Sachen auszuprobieren." Und Marvin Schäfe (14) meint: "Das macht bestimmt Spaß. So etwas macht man ja nicht jeden Tag." Voller Motivation haben die jungen Tüftler untereinander abgemacht, sich fortan freitags in der sechsten Stunde zu treffen und zu experimentieren.

Am Ende kommt es nicht nur auf die Funktionalität an. Auch das Design des Roboters oder das Zusammenspiel im Team werden von der Jury bewertet. Daneben müssen die Schüler eine wissenschaftliche Präsentation zum Thema Naturkatastrophen erstellen.

"Wir wollen natürlich die jungen Leute für Technik begeistern", erläuterte Andrea Cammann von der Schleswig-Holstein Netz AG, die Roboterset und Startgebühr im Wert von 650 Euro gesponsert hat. Überzeugt die Gruppe die Juroren, geht es im Dezember zum bundesweiten Semi-Finale. Der zentraleuropäische Entscheid findet im Januar 2014 statt.

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