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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 11:58 Uhr

Mackeprang prescht vor

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

ESV-Trainer überrascht mit Aussage / Grube in Gettorf selten gesehen / Der neue 1. FC Schinkel polarisiert

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:35 Uhr

● Da ist ESV-Ligatrainer Stefan Mackeprang aber ganz schön nach vorne geprescht. Mit seiner Aussage, dass seine Mannschaft qualitativ auf dem selben Level ist, wie der TSV Klausdorf – gegen den man zuvor gerade ziemlich chancenlos mit 1:4 verloren hatte – bringt sich der Trainer in eine gewisse Bringschuld. Auch wenn er anfügte, dass dies nur gelte, wenn seine Spieler nicht durch die Bank weg alle unter Normalform bleiben. Natürlich ist es gut, dass Mackeprang seine Elf, die einfach den Anspruch haben muss zu den Topteams der Verbandsliga Nord-Ost zu gehören, in die Pflicht nimmt und auch an sie glaubt, doch der Zeitpunkt der Aussage war unglücklich. Denn festzuhalten bleibt auch: In den bisherigen fünf Saisonspielen, konnten die Eckernförder genau 45 Minuten lang voll auf überzeugen. Genauer gesagt, in der ersten Halbzeit in Bordesholm. Der Rest war Mittelmaß. Bleibt zu hoffen, dass Mackeprang mit seiner Einschätzung richtig liegt, und bald auch wieder ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt wird. Dann kommen vielleicht auch wieder mehr Zuschauer, als die traurigen 65 zahlenden am vergangenen Spieltag, die immerhin gute Klausdorfer sahen.

● Kurz war sie da, die Hoffnung, dass Gettorfs Stürmer Christopher Grube (Foto) endlich regelmäßig in den Trainings- und Spielbetrieb einsteigt. In der zweiten Mannschaft knipste er fast ohne jegliches Training in gewohnter Manier, und schnupperte eine Halbzeit gegen Plön auch in der Ligamannschaft hinein. Doch dann war es das auch schon wieder. Knieprobleme, Arzttermin, Abmeldung für zwei bis drei Wochen. Damit hat Gettorfs neuer Trainer Tim Rogge seinen vermeintlichen Toptorjäger in knapp zwei Monaten gerade einmal in einer Trainingseinheit zu Gesicht bekommen. „Es ist eine schwierige Situation“, sagt Rogge. Man darf gespannt sein, wann Grube sich wieder fit meldet, und wie er dann in die eingespielte Mannschaft findet.

● Der 1. FC Schinkel ist in aller Munde. Als Fast-Absteiger greift der Dorfclub nach teilweise spektakulären Verpflichtungen nach der Kreisliga-Krone. Mit Lars Dubau hat der FC sich den richtigen Leiter für das Projekt Aufstieg gesichert. Mittelmaß, ein bisschen rumkicken – darauf hat Dubau keine Lust. Doch der neue Weg in Schinkel findet nicht nur Anerkennung. Bereits während der heißen Transferphase vor der Saison wollten einige langjährige Schinkeler den neuen Weg nicht mitgehen, und holten sich ihren Pass. Der vorher liebevoll gepflegte Ligaauftritt bei facebook wurde an die „neuen Eigentümer/Betreiber“ abgegeben, wie es heißt. Seit dem sind die Meldungen über die Spiele kurz und knapp und nicht mehr humorvoll wie früher. Auch Trainer aus dem Kreisgebiet sehen „das neue Schinkel“ kritisch und – natürlich – stellt sich auch die Frage, wieso so viele namhafte Spieler, die vorher in der Verbandsliga schon den ein oder anderen Euro Aufwandsentschädigung bekamen, nun für den FC kicken. Klar, es geht ums Geld. „Ich kann damit nichts anfangen“, sagt ein Trainer aus dem Kreisgebiet, der Schinkel mit dem TSV Schilksee vergleicht und bereits von einer entschiedenen Meisterschaft in der Kreisliga spricht. Eines ist auf jeden Fall klar, Schinkel hat vor dieser Spielzeit einen neuen Weg betreten. Wo dieser hinführt, wird die Zukunft zeigen.

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