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Nacht der Operette : Lustige Weiber und das Land des Lächelns

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Musikalisches Potpourri mit Melodien, die ins Ohr gehen bei der „Nacht der Operette“ in der Stadthalle.

Leichte, eingängige Musik, eine heitere oder sentimentale Handlung, die musikalische Reise zu Liebeslist und Liebeszwist, zu Grafen und verliebten Paaren mit stets glücklichem Ende sorgte am frühen Ostersonntagabend für eine fast ausverkaufte Stadthalle. „Nacht der Operette“ hieß die Veranstaltung, die mit Perfektion Lieder aus „Gräfin Mariza“, „Wiener Blut“ oder „Csàrdásfürstin“, um nur einige zu nennen, in Erinnerung rief und mit Melodien, vor vielen Jahrzehnten erschaffen, das ansonsten eher reservierte Eckernförder Publikum von Beginn an zum Mitklatschen animierte.

Nicht zum ersten Mal gastierte die junge Sängertruppe, eigens von namhaften Bühnen engagiert, frisch und fröhlich in Eckernförde, präsentierte Hits der Operette, die unweigerlich an Peter Alexander („Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“) oder an Johannes Heesters Paradestück („Da geh ich zu Maxim“) erinnerten. Schnell sprang die Spiel- und Singfreude auf das Publikum über, begeisterte sowohl die Kenner der Operette als auch diejenigen im Publikum, die diese Musikrichtung ganz neu für sich entdeckten. Die Kostümierung, entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist des dargebotenen Stücks, schuf dabei die perfekte Bühnenshow. Sicher wäre die ein oder andere Dame aus dem Publikum gerne auf die Bühne gesprungen, als der gut aussehende Richard Neugebauer hingebungsvoll „Gern habe ich die Frauen geküsst“ aus „Land des Lächelns“ sang. Perfekte Choreografie, dazu optische Effekte, projiziert auf einen halbdurchlässigen Vorhang, schufen um Siglinde Zehetbauer die Illusion eines Waldes, als diese das „Vilja Lied“ aus den „Lustigen Weibern“ sang und manchen aus dem Publikum dabei zum Mitsummen animierte. „Kostüme, Gesang und Tanzeinlagen, alles passte zusammen“, lautete der Tenor aus dem Publikum. Auch war der Abend viel zu schnell vorbei, als sich kurz vor Schluss Solist Alexander Herzog beim Publikum bedankte. Fraglich bleibt, ob seine Aufforderung, wenn es gefallen hat, dies in einem bekannten sozialen Netzwerk zu posten, das vorwiegend ältere Publikum erreicht hat.

Natürlich durften an einem solchen Abend auch nicht die bekannten spritzigen Melodien aus „Orpheus in der Unterwelt“ oder „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach fehlen, sein berühmter „Can Can“ riss zum Schluss der gelungenen Veranstaltung die Zuschauer mit lang anhaltendem Beifall von den Stühlen.


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