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Tourismus : LTO – Waabs macht mit beim Marketing

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Waabser Gemeindevertretung beschließt mit CDU-Mehrheit die LTO - Mitgliedschaft für die Jahre 2015 bis 2019. Einstimmig wird die Ausschreibung für ein neues Einsatzfahrzeug LF 10 der Freiwilligen Feuerwehr für rund 250 000 Euro beschlossen.

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erstellt am 09.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Nun ist es amtlich – Waabs hat als letzte der Gemeinden im Amt Schlei-Ostsee mit Mehrheit die Beteiligung an der künftigen Lokalen Tourismusorganisation (LTO) für die Jahre 2015 bis 2019 beschlossen. Zugleich votierte Montagabend die Mehrheit aus sieben CDU-Gemeindevertretern im Schwansener Hof für die Übertragung der Aufgabe Tourismus auf das Amt. Waabs zahlt in 2015 7616 Euro zuzüglich eines Anteils, der durch die Nichtbeteiligung der Gemeinde Loose (rund 1500 Euro) auf die restlichen Gemeinden ( 13) verteilt werden muss. Da im ersten der fünf Vertragsjahre zudem die Kosten der europaweiten Ausschreibung für die LTO ebenfalls auf alle rund 85 Gemeinden der LTO übertragen werden, sinken die Beiträge in den Folgejahren für Waabs auf 6707 bis 6947 Euro, was einen geringen Inflationsausgleich berücksichtigt. Im Jahr 2014 zahlt Waabs fast 11 000 Euro.

In der Diskussion um die Höhe des Waabser Beitrags monierten Elvira Brief und Walter Schleschka (SPD), dass ihnen nach wie vor nicht erklärlich sei, wie der Beitrag ermittelt wurde. Zugleich seien sie nicht überzeugt, dass die künftige LTO, die Ostseeküste gut werde vermarkten könne. „Ich fühle mich da nicht gut aufgehoben“, so Brief. Heinz Haller (WGW) stellte fest, dass auch er sich nicht vorstellen könne, dass die Ostseeküste künftig mehr präsent sein werde, das sehe er schon daran, dass die Stadt Schleswig die Ausschreibung führe. Zugleich sei es ihm wichtiger im Ostsee Holstein Tourismusverband (OHT) Mitglied zu sein, als in einer LTO. Ende 2013 war die Ostseefjordschlei (OFS) GmbH als derzeitiger LTO-Partner aus dem OHT ausgetreten, und hatte die frei werdenden OHT-Beiträge für ihr eigenes Marketing verwendet.

Während der Gesamtbeitrag des Amtes Schlei-Ostsee an die LTO bei 34 000 Euro (insgesamt rund 290 000 Euro aller Mitgliedsämter und Städte), liegt und auf der Anzahl von Übernachtungsbetten und Einwohnerzahlen beruht, ist der Beitrag der Gemeinden im Amt unabhängig davon festgelegt. Es sei nicht praktikabel immer wieder Veränderungen bei Betten oder Einwohnern bei allen Mitgliedsgemeinden neu zu berechnen und Beiträge permanent anzupassen, erklärte Godber Peters, Leiter Finanzabteilung des Amtes auf Nachfrage der EZ. Stefan Stöcken, Klaus Wilcke und Nis Juhl (alle CDU) ergänzten, dass sie sehr wohl das Gefühl hätten, dass sich die neue Ostseefjordschlei GmbH mehr um die Ostseeküste bemühe und auch die Onlinepräsentation der Gemeinde besser geworden sei. Er sehe auch überhaupt keine Alternative zur jetzigen LTO, stellte Stöcken fest. Die Höhe des Beitrags spiegele eben wieder, dass Waabs touristisch gesehen „ein Riese ist“, so Bürgermeister Udo Steinacker (CDU), der für Zustimmung warb. Der Antrag der SPD-Fraktion, zwar der LTO beizutreten, aber die jetzt als Marketingbeitrag festgelegte Summe statt der LTO dem OHT als Mitgliedsbeitrag für Waabs zu zahlen, um dort wieder präsent zu sein, wurde nicht mehr abgestimmt, nachdem mit Mehrheit den Beitritt ohne Ergänzung beschloss.

Hatten die Gemeindevertreter über die LTO-Ausgabe von rund 35 000 Euro über fünf Jahre sehr umfangreich und kontrovers beraten, so fiel die Entscheidung zur Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr mit rund 250 000 Euro einstimmig ohne Diskussion. Das Amt wurde beauftragt eine Ausschreibung für ein LF 10 zu erstellen, der Bürgermeister wurde beauftragt den wirtschaftlichsten Bieter zu wählen.

Geplant ist im Nachtrag 2014 100 000 Euro und im Haushalt 2015 150 000 Euro einzustellen. Es wird mit bis zu 37 500 Euro Zuschuss und einem Verkaufserlös für das derzeitige Fahrzeug gerechnet. Ziel ist die Zulassung vor Jahresfrist 2015, damit das neue Fahrzeug nicht unter die ab 1. Januar 2016 geltende Euro-Norm 6 fällt. Diese würde zu höheren Kosten und zu unerfreulichen technischen Änderungen in der Fahrzeugbeladung führen, wie Wehrführer Nis Juhl berichtete.

 

 

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