Lotterleben und anderer "Schweinkram"

Sind mit Spaß bei den Proben:  (v.l.) Florian Werwendt, Roy Kiulies, Christiane Nagel, Sabine Marxen, Frank Engellandt, Susanne Vorbeck und Sabine Werwend.  Foto: Lauterbach
Sind mit Spaß bei den Proben: (v.l.) Florian Werwendt, Roy Kiulies, Christiane Nagel, Sabine Marxen, Frank Engellandt, Susanne Vorbeck und Sabine Werwend. Foto: Lauterbach

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05. Februar 2011, 06:13 Uhr

Altenhof | "Schweinkram auf der Kaiserfarm"- so heißt der Schwank in drei Akten von Helmut Schmidt, den die Theatergruppe "Klamottenkiste" in dieser Spielzeit im historischen Gasthof "Grüner Jäger" in Altenhof aufführt. Premiere ist am Freitag, 18. Februar, um 20 Uhr.

Zum Inhalt: Die beiden unterschiedlichen Brüder Franz (Frank Engellandt) und Gerd Kaiser (Roy Kiulies) führen gemeinsam eine Schweine-Mästerei. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern hat sich zunächst eine Haushaltshilfe um die beiden gekümmert, die jedoch nach einem Streit mit Franz ging. Nun verlottern die beiden mehr und mehr.

Gerd holt ohne das Wissen seines Bruders die hübsche Lisa Bott (Christiane Nagel) auf den Hof. Sie studiert Tiermedizin, möchte ein Praktikum auf dem Hof absolvieren und führt den Haushalt für die beiden Männer, um sich ein bisschen Geld nebenher zu verdienen. Das gefällt Franz gar nicht. Er kann keine neugierigen Fremden auf dem Hof gebrauchen, weil er die Schweine mit illegalen Mitteln füttert, damit sie schnell fett werden.

Lisa kommt schnell dahinter und schmiedet gemeinsam mit ihrer Mutter Ilse (Sabine Werwendt) einen Plan. Sie mischt Franz heimlich dasselbe Mittel unter das Essen. Nach kurzer Zeit leidet dieser plötzlich an unkontrollierbarem Muskelzucken und Schweißausbrüchen und kann kaum noch aufstehen. Nun muss Pastor Hans Eilers (Florian Werwendt) her. Der Pastor trinkt ganz gerne mal einen und Franz hat bei ihm noch was gut, da der Pastor in betrunkenem Zustand eines seiner Ferkel totgefahren hat.

Und dann greifen auch noch Nachbarstocher Steffi (Susanne Vorbeck), die seit Jahren in Bruder Gerd verliebt ist, und Nachbarin Martha Benning (Sabine Marxen) ins Geschehen ein. "Mehr wird nicht verraten", sagt Regisseurin Anke Engellandt. Wenn es mit dem Text hakt, hilft Souffleuse Kirsten Kurschies.

Dass das Stück hervorragend in die Zeiten des Dioxin-Skandals passt, sei Zufall, erklärt Anke Engellandt. Ausgesucht hatten sie es schon vorher. Die kleine Theatergruppe "Klamottenkiste" mit derzeit sieben Mitspielern gibt es seit 18 Jahren. Angefangen haben sie damals im Gasthof "Zur Linde" in Neuwittenbek und sind, als dieser schließen musste, in den "Grünen Jäger" umgezogen.

Im vergangenen Jahr mussten sie eine Pause einlegen, weil zwei Mitspieler aus beruflichen Gründen keine Zeit hatten. Doch nun sind sie alle wieder dabei. "Es sind auf jeden Fall der Spaß am Theaterspielen, aber auch die 18 Jahre, die uns zusammen halten", sagt Anke Engellandt. Geprobt wird seit Januar zwei Mal in der Woche. Doch bis zur Premiere werden sie noch zwei, drei Proben einschieben. Auch das Bühnenbild ist noch nicht fertig. "Aber die Zuschauer können sich auf ein witziges und temporeiches Theaterstück freuen", verspricht Anke Engellandt.

Es gibt noch Karten für alle Vorstellungen. Der Eintritt kostet 6 Euro. Reservierungen bei Sabine Werwendt aus Altenholz unter Tel. 0431/325 84 oder bei Christiane Nagel aus Gettorf unter Tel. 04346/98 13.

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