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Friedhofsdefizit : Loose trägt Riesebyer Friedhofs-Defizit mit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Loose übernimmt anteilig Friedhofs-Defizit / Kaufempfehlung für 134 Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG / Kauf durch Darlehen

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erstellt am 09.Sep.2016 | 06:34 Uhr

Loose | Eine Alternative zur Übernahme des Defizits aus dem Betrieb des Friedhofes durch die Gemeinden gibt es nach Ansicht aus Loose nicht. So war für den Finanzausschuss unter Leitung von Erich Leupold (CDU) die Sache klar, als Mittwochabend ein entsprechender Antrag der Kirchengemeinde Rieseby, zu der auch Loose gehört, zur Übernahme des aufgelaufenden Defizits beraten wurde. Danach empfahl der Ausschuss einstimmig, sich mit 7804 Euro an den bis Ende 2015 aufgelaufenen Schulden aus dem Friedhofsbetrieb zu beteiligen. Zugleich soll alle zwei Jahre erneut über eine Defizitbeteiligung beraten werden. Den Abschluss eines Vertrages lehnte der Ausschuss ab.

Verbunden mit ihrer Zusage bauen die Looser darauf, dass der Friedhof durch Investitionen und andere Aktionen an Attraktivität gewinnt, wie Hans-Jürgen Mordhorst (WVL) feststellte. „Das kann nur in unserem Interesse sein.“ Insgesamt war bis Ende 2014 ein Defizit im Friedhofsbetrieb in Höhe von 48  734 Euro aufgelaufen. Durch rund 10  400 Euro aus der Substanzrücklage und einer Personalkostenausgliederung von rund 4400 Euro sinkt das Defizit bis Ende 2014 auf rund 33  900 Euro. Davon würden auf Rieseby 77 Prozent und auf Loose 23 Prozent (basierend auf der Einwohnerzahl) entfallen. Für Loose sind das die empfohlenen 7804 Euro. In Rieseby hatte die Gemeindevertretung bereits im Juli mit Mehrheit beschlossen, dass sich die Gemeinde am aufgelaufenen Friedhofsdefizit bis einschließlich 31. Dezember 2015 mit 30,8 Prozent beteiligt. Dies entspricht einem kommunalen Anteil zusammen mit Loose von 40 Prozent des Defizits. Für kommende Defizite wird alle zwei Jahre eine Entscheidung getroffen. Ein Vertrag wurde nicht beschlossen.

Ebenso eindeutig war die Position des Ausschusses zum Erwerb von Anteilen an der Netz-AG Schleswig-Holstein. Einstimmig wurde empfohlen, 134 Anteile, und damit die für die Gemeinde höchstmögliche Anzahl, zu erwerben. Je Anteil werden 4695 Euro plus Stückzinsen gezahlt. Der Betrag von rund 630  000 Euro soll über ein Kommunaldarlehen zu vermutlich 0,2 bis 0,3 Prozent Zinsen über fünf Jahre finanziert werden. Die Ausschussmitglieder befanden die Anlage als relativ sicher, zumal sie auch von der Kommunalaufsicht als für Gemeinden nutzbar eingestuft wurde. „Das ist Geld, das wir mitnehmen können“, sagte Bürgermeister Feige. Abzüglich Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und der Kreditkosten werden gut 14  000 Euro im Jahr an Zinsen in den Gemeindehaushalt fließen. Nach fünf Pflichthaltejahren wird über die garantierte Rückgabe zum Kaufpreis, ein Aufstocken oder Halten der Anteile beschlossen.

>Empfohlen wurde die vorzeitige Tilgung von zwei Darlehen über 30  330 Euro zum 30. September. Verwaltungskosten und Zinssatz liegen über dem aktuellen Marktzins, sodass die Tilgung sinnvoll sei, wie Leupold feststellte.

>Die Gemeinde beteiligt sich mit 715 Euro im Jahr über zwei Jahre weiter am Streetworkerprojekt.

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