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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 00:33 Uhr

Loose: Signal gegen weitere Windräder

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeindevertretung spricht sich gene weitere Ausweisung von Vorrang- und Eignungsflächen aus / Kai Petersen für die SPD im Finanzausschuss

von
erstellt am 16.Mär.2016 | 18:56 Uhr

Klar und deutlich hat sich die Gemeindevertretung Loose gegenüber der Kieler Staatskanzlei gegen eine weitere Ausweisung von Vorrang- und Eignungsflächen für Windkraft ausgesprochen. Die Gemeindevertretung unter Leitung von Gerd Feige (CDU) machte deutlich, dass die Gemeinde mit dem im im Bau befindlichen Windpark ihren Beitrag zur Energiewende geleistet habe. Feige: „In Anbetracht der möglichen Umzingelung, wie vor kurzer Zeit als Bildmontage in der EZ dargestellt, sagen wir deutlich Nein zu weiteren Windkraftanlagen!“ Für Hans-Jürgen Mordhorst (WVL) soll diese Entscheidung ein Signal an die Umlandgemeinden sein, mehr Abstand zwischen den Gemeinden zu halten.

Wie bereits in den Ausschüssen beraten, beauftragte die Gemeindevertretung Bürgermeister Feige, alle notwendigen Schritte zur Umsetzung der Erschließung von Bauflächen im Mühlenweg zu veranlassen. Auf der Fläche können etwa vier Grundstücke untergebracht werden. Im Haushalt werden rund 186  000 Euro für den Grunderwerb samt Notarkosten und Steuern sowie der Erschließung bereitgestellt.

Ein wichtiger Punkt der Sitzung war die Neubesetzung von Ämtern in den Ausschüssen. Dies war nötig geworden, nachdem Dr. Hans Uwe Messerschmidt und Britta Fries ihre Mandate für die SPD durch ihren Wegzug niederlegen musste. Als neuer Gemeindevertreter für Messerschmidt wurde Kai Petersen (60) verpflichtet. Der Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg ist nun auch Mitglied im Finanzausschuss. Nicht besetzt werden konnte das weitere freie SPD-Mandat, da die Liste der möglichen Nachrücker, wie sie zur Kommunalwahl aufgestellt worden war, erschöpft ist, teilte Godber Peters von der Amtsverwaltung mit.

Schnell und zügig wurden auch die weiteren Positionen in den Ausschüssen besetzt. Lothar Jöns (CDU) verstärkt den Bau- und Umweltausschuss, Manfred Peters (SPD) den Sozialausschuss, zur Vorsitzenden des Sozialausschusses wurde Bettina Lassen (CDU) gewählt, Stellvertreter ist Hans-Jürgen Mordhorst (WVL). Beschlüsse:

>Einstimmig wurden die Jahresrechnung 2015 und die Genehmigung der über- und planmäßigen Ausgaben bestätigt.

>Die Nachfrage nach U3-Plätzen im Gemeinde-Kindergarten ist groß, berichtete Feige. Die Gemeindevertretung empfahl Überlegungen für eine Erweiterung des Angebots zu erstellen, um so den Bedarf abzudecken. Andernfalls müsste die Gemeinde einen Kostenausgleich an andere Einrichtungsträger zahlen.

> Beschlossen wurde auch eine neue Satzung für die Kita, da die bisherige nach 20 Jahren Laufzeit überholt werden musste. Die Einrichtung heißt nun „Zwergenfüßlerhaus“.

>Das Amt wurde beauftragt das Verfahren zur Neuvergabe von Wegenutzungsverträgen Gas vorzunehmen.

> Mit Applaus wurde die erneute Ernennung von Hauke Lassen zum stellvertretenden Wehrführer begleitet.

In der Bürgerredezeit berichtete Wolfgang Herda vom Unmut einiger Mitbürger, die sich über das „Froschkonzert“, an seinen Teichen aufregten. Hier wünschte er sich, dass sich die Einwohner an der Natur erfreuen. „Wir sind eine dörfliche Gemeinschaft, die Biotope eine Bereicherung unserer Gemeinde.“ Die Anfrage, einen zusätzlichen Teich mit Fischbesatz für die sich vermehrt ansiedelnden Eisvögel zu schaffen, wurde von der Gemeindevertretung auf einer Koppel im hinteren Teil des Erbgrundstückes von Margit Herda genehmigt. Zuvor hatte Bürgermeister Gerd Feige Rücksprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde gehalten.

Peter Kirberg, Geschäftsführer der Ilewind GmbH & Co KG, berichtete über den Stand der Windkraftanlage, die seit November 2015 in Betrieb ist. Es sei bislang soviel Strom eingespeist worden, um damit einen Zwei-Personen-Haushalt 100 Jahre versorgen zukönnen, berichtete er. „Die Beschallung wird nicht lauter werden, die Anlage arbeitet voll.“ Zugleich kündigte der Geschäftsführer an, der Gemeinde für die Erweiterung der Kita 1000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Die Bürgerbegegnungstätte feiert bald 20. Geburtstag, Zeit einige Instandhaltungen vorzunehmen, regte Hans-Jürgen Mordhorst an. So könnten Reparaturen, angefangen bei den Duschköpfen bis hin zur Küche und dem Margaretenschrank, anlaufen. Die Anregung wurde von der Gemeindevertretung positiv aufgenommen.

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