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Haushalt : Loose: „Haushalt extrem auf Kante genäht“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeindevertretung beschließt den Haushalt für 2016. Kritik durch die SPD-Fraktion. Britta Fries und Dr. Hans-Uwe Messerschmidt werden als als Gemeindevertreter verabschiedet.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 19:02 Uhr

Loose | Eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1000 Euro sieht die Haushaltssatzung für 2016 in Loose vor. Die Rücklage wird voraussichtlich 70  000 Euro betragen. Die Gemeindevertretung stimmte dem Zahlenwerk Donnerstagabend bei zwei Neinstimmen und zwei Enthaltungen zu. Kritik brachte Dr. Hans-Uwe Messerschmidt (SPD) vor. So stellte er fest, dass der „Haushalt extrem auf Kante genäht“ sei, und dass viele Ausgaben, wie für Schulen, nicht kalkulierbar seien, „der Haushalt ist mit erheblichem Risiko behaftet“, sagte er. Dass der Rücklage nicht wie geplant 15  300 Euro zugeführt werden können, liegt mit daran, dass die Freiwillige Feuerwehr zur letzten Sitzung des Finanzausschusses eine Materialliste über rund 40  000 Euro vorlegte (wir berichteten). Wehrführer und Gemeindevertreter Lothar Jöns (CDU) verteidigte sein Vorgehen, und betonte, dass er bis 30. November die Materialbeschaffungsliste beim Amt abgeben müsse, damit sie berücksichtigt werde. Auch wenn am Ende die Gemeindevertretung in 2016 und 2017 jeweils 15  000 Euro (5000 Euro Zuschuss des Kreises werden erwartet) in die Haushalte einstellt, so stellte Bürgermeister Gerd Feige (CDU) fest, dass es schöner gewesen wäre, wenn Jöns die Liste der Einladung zur Finanzausschusssitzung beigelegt hätte. Auch wenn das Geld eingestellt werde, so soll eine Prioritätenliste erstellt werden, sagte Hans-Jürgen Mordhorst (WVL). Zweifel ließen die Gemeindevertreter aber nicht aufkommen, dass das, was vorgeschrieben und erforderlich sei, auch angeschafft werde. Es müsse eben abgewogen werden, so Mordhorst.

Als Gemeindevertreter verabschiedet wurden Britta Fries und Dr. Hans-Uwe Messerschmidt (SPD). Sie verlassen die Gemeinde Richtung Bistensee. Feige dankte ihnen, auch wenn man nicht immer einer Meinung war, für ihr Engagement und besonders Messerschmidt, der sich intensiv in die Windkraft eingearbeitet hatte. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Fries, sie hätten sich in Loose sehr wohl gefühlt. „Es hat uns viel Spaß gemacht“, sagte Messerschmidt. Für die SPD werden nun die Nachrücker auf der Wahlliste informiert. Wenn keiner das Mandat annimmt, blieben die Mandate bis zur nächsten Kommunalwahl unbesetzt, erklärte Godber Peters vom Amt. Weiterer Bericht folgt.

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