Lösung in Sicht und Green Screen im Blick

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05. August 2017, 06:25 Uhr

Der Braten war schon etwas angebrannt und drohte komplett verheizt zu werden, doch nun scheinen die regulierenden Maßnahmen allmählich zu wirken, das Menue könnte am Ende doch noch genießbar werden. Die Krisensitzungen der Köche im Kreistag, Kreißsaal und in der Klinikverwaltung haben Bewegung in die Sache gebracht, neue Zutaten in Form von Gutachten die Verträglichkeit erhöht. Der hitzeempfindliche Braten ist noch in der Röhre, muss aber noch bei genau getimter Temperatur ein wenig garen und kann erst dann serviert werden. In diesem entscheidenden Stadium befindet sich die Geburtshilfe und die Pädiatrie der Imland-Klinik in Eckernförde. Es steht so gut wie fest: die schwer in Schieflage gebrachte Geburtshilfe hat vorläufig das Schlimmste hinter sich und wird bestehen bleiben. Zwar nicht als bewährte und kostengünstige Belegabteilung - da wagen die Entscheider noch nicht den Sprung in die rechtlich aufgewühlte See –, sondern als Chefarzt-geführte Hauptabteilung mit einem festangestellten Ärztestab und 24-Stunden-Versorgung. Nicht billig, aber verlässlich. Den Chefarztposten teilen sich brüderlich zwei niedergelassene Eckernförder Frauenärzte, die sechs Fachärzte müssen noch rekrutiert werden, was nicht einfach werden dürfte. Und dann soll’s laufen.

Auch mit den Beleghebammen. Hoffentlich. Denn auch mit ihnen muss neu verhandelt werden. Ihre Verhandlungsposition ist mehr als gut – Hebammen zählen bundesweit zu den begehrtesten Dienstleisterinnen und könnten überall arbeiten. Nur „ticken“ die Eckernförder Hebammen gottlob ein wenig anders, denken nicht in erster Linie ans Geld, sondern sind auf „ihrer Station“ mit Herzblut bei der Sache und die heimlichen Stars der Geburtshilfe, ohne die nichts geht. Das müssen die Verhandlungsführer wissen, um einen Schiffbruch zu vermeiden.

Während in Sachen Geburtshilfe alle Fraktionen einig sind und nur noch der Deckel drauf muss, sieht es bei der Kinderstation anders aus. Die CDU schlägt einen pädiatrischen Konsildienst mit Hinzuziehung von Fachärzten bei Bedarf vor, die SPD möchte eine richtige Kinderstation und ist bereit, dafür auch viel mehr Geld auszugeben. Hier werden wohl Mehrheiten statt Argumente die Waage in die eine oder andere Richtung bewegen.

Fünfeinhalb Wochen vor der Eröffnung ist das Internationale Naturfilmfestival Green Screen wieder in aller Munde. Gestern Räuchereikino, am Montag startet der telefonische Vorverkauf, am Dienstag die sh:z-Filmtour mit drei Green Screen-Streifen im Gepäck und macht am 16. August in Eckernförde Station, die Jugendfilmer sind in Eekholt unterwegs, dann folgen Strand- und Bonbonkino, um nur einige Höhepunkte zu nennen. Das 11. Festival hat Fahrt aufgenommen, und der Online-Kartenverkauf deutet bereits auf viele ausverkaufte Vorstellungen hin.

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