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Sonderausbildung : LKW-Unfälle und ihre Besonderheiten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

24 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Altenholz, Kiel-Schilksee und Strande haben für Verkehrsunfallrettung trainiert

24 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Altenholz, Kiel-Schilksee und Strande haben sich zu einer gemeinsamen Sonderausbildung in Sachen Verkehrsunfallrettung getroffen. Mit fünf Einsatzfahrzeugen,darunter drei Großfahrzeuge mit Hilfeleistungssätzen, ging es nach Kiel-Wellsee auf das Gelände der MAN-Niederlassung und der Firma Krasig GTÜ. Dort hatte Initiator Manuel Fechtner von der Feuerwehr Kiel-Schilksee verschiedene Unfallszenarien vorbereitet.

Drei Personenkraftwagen unterschiedlichen Typs und zwei Lastkraftwagenkabinen erwarteten die Teilnehmer. Zunächst wurde der Seitenaufprall eines Auto auf einen Baum simuliert. Ein Opel Vectra mit zwei Dummys wurde dazu mit einem Spezialkran in zehn Meter Höhe und fallen gelassen, so dass er mit der Fahrerseite auf einen bereit gelegten Baumstamm prallte. Das Szenario entsprach in etwa einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 50 Kilometern pro Stunde. Der stark deformierte Vectra wurde vom Baum gehoben und abgestellt. Dann befassten sich die Ausbildungsteilnehmer mit den Gefahren durch Airbags. Ausbilder Fechtner zeigte die enorme Kraft, die bei einer Auslösung freigesetzt wird.

Da alle Großfahrzeuge über hydraulische Rettungssätze verfügen, konnte an drei Stationen parallel ausgebildet werden. Unter Anleitung der Ausbilder Manuel Fechtner (Kiel-Schilksee), Daniel Keller (Strande) sowie Kai König und Christopher John (Altenholz) wurde von der Bereitlage der Geräte über die Stabilisierung der Unfallfahrzeuge bis zur Schaffung von Rettungsöffnungen und der Patientenbefreiung der gesamte Einsatzablauf geschult.

Ein weiterer Schwerpunkt bildeten die LKW-Unfälle. Nachdem zunächst die besonderen Gefahren theoretisch thematisiert worden waren, ging es an die Praxis. Die LKW-Rettungsplattform des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges aus Altenholz wurde aufgebaut und mögliche Zugangspunkte an einer Fahrerkabine besprochen. Anschließend konnten an zwei modernen LKW-Kabinen der Typen MAN TGX und Mercedes-Benz Atego diverse Rettungsgeräte ausprobiert werden: hydraulische Rettungsgeräte, elektrische Säbelsägen, ein Trennschleifer.

Alle Teilnehmer empfanden das von Manuel Fechtner und den weiteren Ausbildern ausgearbeitete Ausbildungskonzept als sehr gelungen. Es ist ein weiterer Baustein in der schon erfolgreich gelebten Zusammenarbeit der Feuerwehren nördlich der Landeshauptstadt. Zuletzt hatten die drei benachbarten Feuerwehren im Mai ein Fahrer-Training durchgeführt, zuvor gab es bereits gemeinsame Atemschutz- und Brandbekämpfungsübungen (wir berichteten). Weitere Termine sollen folgen.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 06:13 Uhr

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