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Schweißhundeprüfung am Gut Hohenstein / Junge Hunde bekommen Basisausbildung

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Barkelsby | Sechs neue Fährtenleser bereichern ab sofort die Jagdregion. Kürzlich konnte Prüfungsleiterin Annette Jöhnk sechs Schweißhundeführern zum Bestehen der Prüfung durch ihre Tiere gratulieren. Dabei hatten zwei Deutsch Drahthaar, ein Deutsch Kurzhaar, ein Münsterländer sowie ein Rauhaarteckel auf dem Waldgelände um das Gut Hohenstein ihre erfolgreich ausgebildeten Spürnasen unter Beweis gestellt.

Doch auch wenn die zwei- bis fünfjährigen Hunde nun qualifiziert sind, verletztes Wild, beispielsweise nach einen Verkehrsunfall verwundet, auch bei kilometerlangen Fährten allein anhand der Hufabdrücke sowie eventueller Blutspuren zu verfolgen, ist ihre Ausbildung noch längst nicht vorbei, berichtete Jöhnk.

Bereits zum dritten Mal nahm der "Verband für kleine Münsterländer Vorstehhunde" auf Antrag des Landesjagdhundeverband die Schweißhundeprüfung in der Region ab. Erstmalig fand es auf dem Gelände um Gut Hohenstein statt. Dort machten sich die Vierbeiner konzentriert auf die von Prüfungsleiterin Jöhnk gelegten Fährten und folgten dabei echten Hufspuren. "Wir benutzen dazu einen Fährtenschuh", erklärte Jöhnk das schwere Schuhwerk, in dessen Sohle eine integrierte Klaue steckte. Sechsmal legte sie damit eine 400 Meter lange Strecke voller "frischer" Schwarz-wildspuren ins Gelände. In die Spuren wurden außerdem Blutstropfen geträufelt. Jöhnk: "Nicht jedes Wild blutet, selbst wenn es angefahren wurde. Es kommt oft ausschließlich zu inneren Verletzungen. Wenn es sich dann über die Felder schleppt, muss der Hund in der Lage sein, das Tier nur durch dessen Abdruck in der Erde oder im Gras verfolgen und es anschließend stellen zu können." Das Revier Hohenstein bot sich für die Prüfung an, denn es sei wildreich und mache es damit besonders anspruchsvoll für die Hunde, sich bei all den Gerüchen nicht ablenken zu lassen, so Jöhnk.

Ob Deutsch Drahthaar oder Dackel: Schweißhunde sind nicht an ihrer Größe oder Beschaffenheit zu tun, Groß und Klein seien gleichermaßen gut geeignet, sofern sie aufmerksam mitarbeiten, so Jöhnk. Zwar haben es alle sechs Hunde an diesem Tag geschafft, die Prüfung ohne Beanstandung zu bestehen, doch die Fähigkeiten der Vierbeiner müssen ein Leben lang weiter ausgebildet werden. Bei guter Hundeführung liegt die Erfolgsquote der Aufspürung bei etwa 60 Prozent. Je älter ein Schweißhund wird, desto besser geht er seiner Arbeit nach, so die Prüfungsleiterin.

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