zur Navigation springen

Blues-Nacht auf dem Aschberg : Live-Musik bis weit nach Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Drei Bands bei erster Blues-Nacht bei der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg

Mit drei mehr oder weniger lokalen Musikern startete die Globetrotter-Akademie in ihre erste Bluesnight. Ins Festzelt auf dem Aschberg kamen an die 80 gut gelaunte Menschen, um bis in die Nacht mit Blues und Blues-Inspiriertem ihren Spaß zu haben. Die Formationen „Superbird“ aus Bistensee, „W.A.C.H. auf Blues“ aus Eckernförde und Frank Plagge (auch genannt die „Bluesmaschine“) aus Rankendorf bei Grevesmühlen machten den Anfang in diesem Jahr.

Mit Superbird, die sich erst im Frühjahr zusammen getan haben, ging’s ab 19 Uhr dann los. In ihrer Bandinfo präsentieren sie sich als „spiel- und improvisationsfreudige, bühnenerfahrene Musiker mit unterschiedlichem Hintergrund aus den Bereichen Blues, Jazz, Soul und Rock.“ Der gemeinsame Nenner: „Knackige Grooves und atemberaubende Improvisationen.“, die sich aus Arrangements von Stücken ihrer Ikonen wie War, Crusaders, Robert Johnson, Billy Cobham, Jack Bruce, Eric Burdon, den Doors oder auch eigenem Material speisen. Heimo Braun (Drums), Hannes Engelhardt (Gitarre, Gesang), Lars Fengler (Keyboard, Gesang), Addy Laatsch (Harp, Percussion, Gesang) und Ranulf Streuff (Bass, Gesang) wärmten das Festzelt an und machten es bereit für „W.A.C.H. auf Blues.“

Die vier Jungs, seit 2005 zusammen, kommen aus unterschiedlichen Generationen, was für ihre Songauswahl und Instrumentalisierung sicher nicht von Nachteil ist: Christopher Town (Piano, Gesang), Achim Ernst (Bluesharp), Henrik „Henni“ Dohrn (Gitarre), der Profimusiker in dieser Combo, und Wolle Schaffer (Cajon, Percussion) grooven sich ganz schnell in Blut und Beine und machen das, was sich die Zuschauer erhofft haben: Eine Menge Spaß. „Wir waren schon dreimal hier auf dem Aschberg, zu anderen Anlässen. Die Stimmung ist immer entspannt. Auch heute war es super für uns. Die Leute haben auf unsere Soli reagiert und immer an der richtigen Stelle geklatscht.“ Henrik Dohrn lacht. Das könne manchmal, wenn die Leute nicht zuhörten, ja auch ganz anders sein. Christopher Town stimmt ihm zu: „Das war insgesamt ein toller Abend.“ Ach ja – und wieso „Wach“? Ganz einfach: „W“ wie Wolle, „A“ wie Achim, „C“ wie Christopher und „H“ wie Henni.

Gegen 22 Uhr macht sich der letzte im Bunde bereit, den Aschberg aufzurütteln. Auch Frank Plagge spielt öfter in der Gegend und ist bekannt für seine One-Man-Band-Qualitäten. So auch heute – auf der Bühne nicht nur zwei Gitarren, davon eine silberfarbene Dobro, sondern auch Bass Drum, Hi-Hat, und Snaredrum, eine Mundharmonika zückt er später. Dazu die verdächtig vielen Knöpfe, die er mit dem Fuß noch dazu schalten kann... Seine Homepage verrät: Hier „dreht sich alles darum, wie viele Instrumente eine einzelne Person zur gleichen Zeit spielen kann, wenn sie nicht vielleicht auch noch zur selben Zeit singt.“ Der Mann spielt schnell schnell schnell, fingerfertig und alles auf einmal. Denn, so die kleine Einleitung: „Jetzt sag ich meiner rechten Fußspitze – komm, mach mal mit. Und jetzt versuch ich, mit der Hacke ’ne Verzierung zu spielen.“ Klappt, absolut. Aber was auf der Straße eine super Sache ist, ist auf der Bühne manchmal zu viel. Seine trotz Erkältung kraftvolle Stimme muss zum Beispiel nicht klingen, wie die Männer von Jethro Tull –Technik und Hall sei Dank. Egal – das Zelt hat Bombenstimmung, es wird hier getanzt, da angefeuert, alles beklatscht und am Ende nach mehr verlangt. Sein letztes Stück kommt klar und pur und netto aus Gitarre und Mann – der schönste Song seines Programms, das erst um Mitternacht zu Ende geht.




Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen