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Traditionsturnier : Lindau: Die Boßelkugeln rollen wieder

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freie Wählergemeinschaft Lindau lud am Wochenende zum Boßeln ein.

Gettorf | Wenn scharenweise gut gelaunte Frauen und Männer am Sonntagmorgen Richtung Ruckforde ziehen, warm gekleidet und zusätzlich mit Rucksäcken und Bollerwagen voller wärmender Getränke, dann findet das inzwischen zur schönen Tradition gewordene jährliche Boßelturnier der Freien Wählergemeinschaft Lindau statt.

Bereits am Vortag waren die Kinder mit den Boßelkugeln unterwegs, 13 Mannschaften, unterteilt in „Groß“ und „Klein“ kämpften um den jeweiligen Gruppensieg auf der einen Kilometer langen Strecke. Bei den „Kleinen“, also den Kindern von sechs bis neun Jahren, trug das Team „Die Rabauken“ mit 17 Würfen den Sieg davon, bei den „Großen“, den neun bis zwölf Jahre alten Kindern ging Team „Klasse 6H“ als Sieger hervor. Der Boßelnachwuchs in der Gemeinde Lindau ist also gesichert.

Organisator Harald Kelm begrüßte gemeinsam mit Martin Schütt die Aktiven mit den Worten: „Ziel der Veranstaltung ist es jedes Jahr alle Menschen aus den Lindauer Gemeinden zu einer gemeinsamen Veranstaltung zusammenzubringen, das ist wieder gelungen!“ Das Wetter spiele auch wieder mit, so Kelm, geboßelt werde zwar bei jedem Wetter, aber es sei schon schöner, wenn es nicht regne.

Die Erwachsenen am Sonntag mussten eine 2,5 Kilometer lange Strecke bewältigen. Viele Teams waren schon seit vielen Jahren am Start, aber es gab auch in diesem Jahr wieder neue Mannschaften. Die Resonanz auf das diesjährige Boßeln sei sehr groß, erklärte Organisator Kelm. Es hätten sich 44 Mannschaften angemeldet, damit sich das Turnier aber nicht zu lange hinzöge, durften am Ende nur 37 Mannschaften starten. „Alle Vereine, die mehrere Mannschaften gemeldet hatten, durften nur mit einer starten“, berichtete Kelm. Ebenfalls auf dieser Veranstaltung wurde auch der Lindauer Bürgerpreis vergeben, ein besonderes Dankeschön für geleistete ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die Freiwillige Jugendfeuerwehr Lindau, so Kelm.

Unter den neuen Mannschaften war in diesem Jahr auch das „Team Ruckforde“, in dem junge Asylsuchende, die in der Unterkunft Ruckforde untergebracht sind, gemeinsam mit ihrem Betreuer Gunther Schwerdtfeger starteten. „Wir haben in den letzten Tagen ordentlich trainiert und die jungen Männer freuen sich, dabei sein zu können“, sagte Gunther Schwerdtfeger, auch das sei ein wertvoller Beitrag zur Integration. Die jungen Männer waren hochmotiviert und verfolgten das Turnier von Anfang an, auch wenn sie erst ziemlich zum Schluss dran waren.

Sehr gekonnt rollte Tanja Rath vom „Team Schneewittchen“ die ungefähr ein Kilo schwere Kugel von der Startmarke über die Straße. Der Teamname „Schneewittchen“ leite sich nicht von der gleichnamigen Märchenfigur, sondern von einem Getränk bestehend aus heißer Milch und Eierlikör ab, so Tanja Rath.

Mit viel Ehrgeiz und noch mehr Spaß folgte Team um Team. Sieger wurde mit 34 Würfen das Team „Neuer Mühlenweg“, das auch 2011 schon den Sieg nach Hause holen konnte. Auf dem zweiten Platz landeten die ewigen Zweiten, das Team „Stammtisch Königsförde“ mit 36 Würfen. Ebenfalls mit 36 Würfen auf den Plätzen drei und vier schlossen sich die Teams „Feuerwehr Großkönigsförde“ und „Team Paulaner“ an. Das „Team Ruckforde“ lag mit 44 Würfen im guten Mittelfeld, ein schöner Erfolg für die jungen Männer und ihren Coach Gunther Schwerdtfeger.

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