zur Navigation springen

wettkämpfe zu wasser und zu land : Lifesaving Cup – Quallen und Regen forderten alles

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum 17. Mal fanden die Wettbewerbe der DLRG-Jugend Schleswig Holstein im Ostseebad statt. Auch Eckernförder Rettungsschwimmer waren erfolgreich.

Eckernförde | 16 Grad Wassertemperatur, bedeckter Himmel und zwischenzeitlich leichter bis starker Regen. Die Bedingungen waren nicht die besten für den 17. „Lifesaving Cup“ am Sonnabend, der in erster Linie im Wasser und mit Badekleidung erfolgte.

Von der DLRG-Jugend Schleswig-Holsteins veranstaltet, fanden zusammen mit dem 12. „Youngstar Cup“ der unter 16-Jährigen zum vierten Mal am Hauptstrand von Eckernförder die Freigewässerwettkämpfe statt, zu denen Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Eckernförde angereist waren.

Massenstarts bei den drei Team- und vier Einzelwettkämpfen, kraftraubende Sprints im tiefen Strandsand, Schwimmwettkämpfe, Kraft und Geschick mit Board und Ski – einen ganzen Tag lang zeigten 375 Aktive Kampfgeist, um die Wettkämpfe, deren Ursprung an den langen Stränden von Australien und Neuseeland liegt, zu gewinnen. Es ist der sportliche Vergleich, der neben der Kraft von den Athleten auch den professionellen Umgang mit dem Rettungsmaterial wie Kajak, Rettungsbrett und Gurtretter abverlangt.

Die Disziplinen, alle sieben ursprünglich aus dem täglichen Rettungseinsatz entwickelt, hatten es in sich: Mit dem Rettungsbrett vom Strand ins Wasser, darauf eine rund 400 Meter lange Strecke um Bojenmarken zurück zum Strand – beim sogenannten Boardrace kommt es auf Gleichgewichtsinn und Kraft an.

Um Reaktionsgeschwindigkeit und rasche Auffassung geht es beim „Beach Flags“, das nicht unmittelbar am Wasser stattfindet. Nach einem kurzen Sprint im weichen Sand galt es einen der Flags (Stäbe) ergattern. Nicht einfach, wenn bei jedem Durchgang immer ein Stab weniger als Teilnehmer vorhanden sind. Erfolgreich dabei war Fabian Detlefs aus der Ortsgruppe Eckernförde, der die Goldmedaille in der Altersklasse 14 bis 15 Jahre erzielte. In der Königsdisziplin „Ocean Man/ Ocean Women“ verlangen 300 Meter Schwimmen, 400 Meter Rettungsbrettkurs und eine 500 Meter lange Rettungskajak-Strecke hintereinander den Athleten alles ab.

Der sportliche Aspekt aus den Einzeldisziplinen war in der gemischten Rettungsstaffel gefragt, deren Reihenfolge stets neu ausgelost wurde. „Opfer“ mussten dann bei den restlichen beiden Disziplinen mit Gurtretter und Rettungsbrett geborgen werden. In der Youngstar-Disziplin „Laufen, Schwimmen, Laufen“ konnte sich ebenfalls aus Eckernförde Il Hinz (12) mit Silber freuen. Erfolgreich war der Nachmittag auch für die Brüder Ben Luca (Silber und Bronze) und Jan Tjark Marbach (gleich zwei Mal Bronze).

Waren die Wasserbedingungen grundsätzlich gut, sorgten aber die Feuerquallen dafür, dass die Schwimmdisziplinen im Verlauf abgesagt wurden. Mehr als 50 Nesselverbrennungen behandelte Gisela Büchting an der DLRG-Station mit dem obligatorischen Rasierschaum, der seit zwei Jahren als bestes Hilfsmittel gegen die Verbrennungen gilt. So verdankte Tim Rothang (11) nur seiner Schwimmbrille, dass die Augen nichts abbekamen, als er mit dem Gesicht voll in eine Feuerqualle hineinschwamm.

Dass man für den Erfolg nicht unbedingt in der Ostsee trainieren muss, bewiesen die Teilnehmer aus dem Halle-Saale-Kreis, die sowohl in der Einzelwertung Damen/Herren jeweils den ersten Platz als auch in der Gesamtwertung „Lifesaving“ die ersten beiden Plätze kassierten.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen