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Literatur : Liebeserklärung in Bild und Wort an Ostholstein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung der Edition Eichthal mit Klaus Fußmann in Eutin

von
erstellt am 02.Mär.2016 | 06:15 Uhr

Gammelby | Abergläubisch ist Jens-Uwe Jess (75) nicht, auch wenn er in Kürze das bereits 13. Buch in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsmaler Klaus Fußmann in seiner Edition Eichthal aufgelegt hat. Das Buch: „Stadt Land Seen - Klaus Fußmann in Holstein“ wird am 13. März, 11.30 Uhr im Ostholstein-Museum in Eutin vorgestellt. Zugleich wird dort die gleichnamige Ausstellung mit den im Buch abgebildeten über 60 Originalarbeiten von Fußmann eröffnet. In die Arbeiten einführen, wird Augustin M. Noffke. Lyrikerin Doris Runge wird zu einer Kurzlesung laden. Fußmann wird zugegen sein.

Die Idee zu dem Buch hatten Fußmann und Jess, die sich seit vielen Jahren gut kennen, vor gut zwei Jahren. Zeitgleich zur Landesgartenschau, zu der von April bis Oktober nach Eutin eingeladen wird, wollten sie die Landschaft der Holsteinischen Schweiz in Wort und Bild fassen. Wer besseres als Fußmann käme da in Frage, sagt Jess. Er sei ein gefragter Landschaftsmaler. Und auch wenn Fußmann schon viele Landschaften künstlerisch festhielt, so fehlte ihm bislang das nordöstliche Holstein. Und so machten sich die beiden auf und bereisten Ostholstein. Für Jess eine Reise in die Vergangenheit. Er ist bei Salzau groß geworden und liebt die kuppige und vielseitige Landschaft Ostholsteins.

Fußmann malte vor Ort, machte Fotos und fand seine Motive. Entstanden sind 64 Arbeiten in Öl, Pastell und Aquarell. Ihnen zur Seite stehen zehn Texte, die die ostholsteinische Landschaft in Worte fassen. Dabei fand Jess Autoren, die in modernen Texten und Versen die Landschaft beschreiben, wie auch jene, die in historischen Arbeiten den besonderen Reiz der Landschaft festhielten – beispielsweise Wilhelm Lehmann, der in „Fahrt über den Plöner See“ seine Sicht der Dinge auf die Zeit wiedergibt. Unter den Autoren ist auch Doris Runge, ausgezeichnet unter anderem mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis und dem Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. Sie hat die klassische Sage vom Ukleisee in eigene Worte gefasst. „Ich bin sehr glücklich“ sagt Jess und freut sich, dass die Arbeiten abgeschlossen sind. Derzeit verteilt er die rund 10  000 Bücher an Buchhandlungen und eben an das Ostholstein-Museum in Eutin, wo das Buch vor allem auch während der Landesgartenschau erhältlich sein wird.

Besucher der Ausstellung am 13. März werden, wie es typisch für Fußmann ist, erkennen, dass er sehr expressiv die Farben überhöht. Zugleich gibt er dem Betrachter Rätsel auf, wie Jess erklärt. Fußmanns Ziel sei es nicht, ein perfektes Bild zu malen, sondern immer etwas geheimnisvolles zu transportieren. Betrachter sollen immer wieder über neue Fragen in das Bild eintauchen und etwas Neues entdecken.

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