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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 08:55 Uhr

Stepptanz : Liebe geht durch die Füße

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die „Dance Masters“ aus Irland haben sich in der Stadthalle durch die Geschichte des irischen Tanzes gesteppt.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 06:30 Uhr

Eckernförde | Seit gut 18 Jahren boomt weltweit irische Musik, kombiniert mit irischen (Stepp-) Tänzen. Man erinnere sich nur an die Erfolge von „Riverdance“. Diese musikalische Nähe zur irischen Heimat, gut gemischt mit historisch gewachsener Tanzkunst hat inzwischen viele Freunde gefunden. Am Mittwoch nun gab es in der Stadthalle „Dance Masters – Best of Irish Dance“ mit einem Programm, das sicherlich allen gefiel. Das Publikum war hier alterlos, reichte vom zehnjährigen Steppke bis hin zur Großvater-Generation.

Die Darbietungen waren rasant und leidenschaftlich, Musik, Tanz und Choreographie stark und in ihrer Wirkung unausweichlich. Im mit gut 450 Gästen voll besetzten Saal stieg der Stimmungspegel schnell: großer Jubel, vergnügte Freudenschreie, angesteckt rhythmisches Klatschen und dann Applaus „bis zum Abwinken“ der zum Schluss doch recht abgetobten Akteure. Es war ein runder Erfolg.

Was ist es, was einen so fasziniert? Wie kann „Dance Masters“ mit bundesweit 60 Shows rund 50 000 Besucher so verzaubern?

Musik und Tänze aus Irland sind authentisch, wurden bereits in Vorzeiten in druidische Rituale eingebunden. Als zunächst improvisierter Ausdruck irischer Lebensfreude, bekamen die Tänze mit der Zeit Form. Im 18. und 19. Jahrhundert begannen die „Dance Masters“ über Land zu ziehen, sechs bis acht Wochen an einem Ort zu bleiben und die ländliche Bevölkerung zu unterrichten. Was inzwischen aus diesem ur-irischen Hang zu Musik, Tanz und Lebensfreude wurde, ließ sich am Mittwoch hautnah miterleben.

Unter der Leitung von Produzent Michael Durkan und der Choreographie von Richard Griffin sind zwei wunderbare Stunden entstanden, die mit einem Ensemble von 25 jungen Tänzerinnen und Tänzern, dazu zwei großartigen Sängern (Laura Callaghan, Banjo, und Barry Thierney, Gitarre) so schnell nicht vergessen werden. Die „Jungs“ tanzten und steppten in ungeahnten Geschwindigkeiten, die hübschen „Mädchen“ bezauberten mit ihren lachenden Gesichtern, knappem Outfit, mit langer Haarpracht, mit Anmut und graziler Beweglichkeit.

Zu Tanz und Gesang gesellte sich schließlich eine Liebesgeschichte: „Dance Master“ Patrick liebt durch die Jahrhunderte vergeblich seine schöne Kate. Zu aller Glück gibt es ein Happy End.

 

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