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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:22 Uhr

NOK-Romantika : Leuchtendes Kunstwerk am Kanal

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Kanal, unterschiedliches Wetter, gleichermaßen gute Stimmung. Insgesamt rund 25 000 Besucher genossen die Lichterpracht bei der NOK-Romantika.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 05:47 Uhr

Während es bei der NOK-Romantika in einigen Orten regnete, blieb es in anderen trocken. Aber überall trafen sich Anwohner und auswärtige Gäste, um das Lichterfest zu genießen.

 

Rendsburg: Linedancer

Mit Bollerwagen, Fackeln und Proviant machen sich die Mitglieder des Siedlerbunds Rendsburg-Schleife jedes Jahr zur Romantika auf den Weg an den Kanal. Ihr Ziel ist der Garten der Gaststätte Nobiskrug. Der Wirt Jürgen Thode stellt ihnen das Gelände zur Verfügung. 30 Siedler, Jung und Alt, feierten hier zusammen im Lichtschein eines großen Feuers. Die Musik dazu kam von der anderen Kanalseite. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde das Lichterfest auf der Südseite am Schacht-Audorfer Fähranleger ausgelassen gefeiert. Ein Diskjockey legte fetzige Musik auf, und ein großer Laserstrahl erhellte den Nachthimmel.

Unter der Eisenbahnhochbrücke bestimmten auf der Rendsburger Kanalseite am Kreishafen Country-Musik und Cowboyhüte das Bild. Zu Liedern wie „Rosalie“ tanzten Linedancer und animierten viele Besucher, es ihnen gleichzutun.

Mira (4) und ihre zweijährige Schwester Lina kamen mit ihrer Mutter Inka Ohm auf der Schwebefähre „zurück nach Osterrönfeld“. „Wir haben auf der Rendsburger Seite Laternen gebastelt“, erklärte Inka Ohm. Ihre beiden Töchter seien zum ersten Mal bei der Romantika dabei und freuten sich sehr auf die vielen Lichter. Für sie selbst gehöre das Lichterfest am Nord-Ostsee-Kanal seit Jahren zu den festen Terminen.

Fischerhütte: bunte fontänen

Der schwerste Schauer war gerade vorbei, als in Fischerhütte ein kleines Feuerwerk zu beiden Seiten des Kanals den Höhepunkt des dortigen Lichterfestes einleitete. Die Fähre stellte ihren regulären Betrieb ein und nahm die Feuerwehrfahrzeuge aus Steenfeld und dem gegenüberliegenden Offenbüttel an Bord. Dann nahm Fährkapitän Stefan Schmering einen ungewöhnlichen Kurs, als er die Fähre nach Osten lenkte. Auf Kommando sprühten die Löschfahrzeuge ihre Wasserfontänen, angestrahlt von buntem Licht, in alle Richtungen hoch über den Kanal. Die Fähre drehte sich im Kreis und tanzte auf diese Weise vor dem staunenden Publikum auf dem ruhigen Wasser. Das perfekte Zusammenspiel aus Fährballett, Wasserfontänen und Beleuchtungstechnik zauberte für das Publikum ein vergängliches Kunstwerk auf den Kanal.

Neben den zahlreichen Besuchern aus den umliegenden Dörfern und Gemeinden hatten sich auf dem Wohnmobilparkplatz auf der Nordseite auch einige Camper versammelt, die extra zu diesem Ereignis angereist waren. Nicht nur Schleswig-Holsteiner, sondern auch Besucher aus Niedersachsen und Berlin saßen dort vor ihren Wohnmobilen. Die Zuschauer trotzten den heftigen Regenfällen und ließen sich dadurch nicht ihre Laune verderben.

Sehestedt: Sambamusik

Eine laue Sommernacht, kein Regen, kein Wind – feinste Voraussetzungen herrschten in Sehestedt. „Bei bestem Wetter hatten wir so viel Besucher wie noch nie, und die Stimmung war super“,
erklärte Bürgermeisterin Rita Koop. Die Wohnmobilstellplätze waren alle belegt, und auf dem Grünstreifen am Kanal lagerten Besucher auf Picknickdecken oder hatten Campingstühle mitgebracht, wurde gegrillt und geklönt. Kinder trugen farbige Leuchtreifen, im Imbiss mit Blick auf den Kanal herrschte Hochbetrieb. Um 21 Uhr ertönten dann heiße Rhythmen: Der Auftritt der Sambaband Sehestedt-Süd im Fackelschein war – wie im Vorjahr – der Höhepunkt. Eigentlich wollten die Musiker um Paul Lazare die „AidaCara“ begrüßen, doch die hatte viel später als erwartet die Schleuse in Kiel verlassen und passierte mit zweistündiger Verspätung Sehestedt.

Gelungen war dieses Mal die Stafette von 50 Leuchtraketen, für die beim Kulturmeilenfest in Kiel-Wik und Holtenau der Startschuss gefallen war, und die dann den Nachthimmel entlang der Wasserstraße im Ein- bis Zwei-Minuten-Abstand von Ost nach West erleuchteten.

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