Knutfest : Letzter leuchtender Auftritt beim Knutsfest am Fuchsberg

Das Feuer ist entzündet. Boris Barg hat mit seinen Kameraden und der Jugendfeuerwehr einen großen berg Tannenbäume beschafft.
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Das Feuer ist entzündet. Boris Barg hat mit seinen Kameraden und der Jugendfeuerwehr einen großen berg Tannenbäume beschafft.

Rund 150 ausrangierte Tannenbäume verbrannten beim Weihnachtsbaumbrennen des Sparclubs Hohe Kant im Gewerbegebiet Fuchsberg.

shz.de von
06. Februar 2018, 06:28 Uhr

Waabs | Zirka 150 ausrangierte Nadelbäume hatten am Wochenende ihren letzten leuchtenden Auftritt. Der Sparclub „Hohe Kant“ hatte zum traditionellen Weihnachtsbaumverbrennen ins Gewerbegebiet Fuchsberg eingeladen. Bereits vor dem offiziellen Beginn herrschte im Zelt auf dem Festplatz emsige Betriebsamkeit. Punsch und Kakao wurden auf Temperatur gebracht. Gegenüber kümmerte sich Harry Fanta um Erbsensuppe und Würstchen. Er gehört wie die guten Feen am Getränkestand zum Festausschuss des Sparclubs, der die drei Clubhöhepunkte jedes Jahres organisiert – Tannenbaumverbrennen, Sommerfest und Auszahlfest.

„Mit dem Wetter hatten wir seit dem ersten Verbrennungsfest vor sechs Jahren selten Glück. Im Vorjahr mussten wir den Termin dreimal verschieben“, berichtete Vereinsvorsitzender Dieter Lehmann. Der Atmosphäre des Winterdorffestes schadete das Wetter nie. Zwischen 300 und 400 Waabser waren immer zu Gast.

Auch dieses Mal scheint der Sparclub so viele Besucher zählen zu können. Das Zelt füllte sich. Harry Fanta gehört seit 30 Jahren zu den Waabser Clubsparern. „Das ist Dorf. Das ist Gemeinschaft. Da sind alle dabei. Also auch ich.“ Der neue Schriftführer des Clubs Achim Kesser pflichtete ihm bei. Der gebürtige Pfälzer hat neben der neuen Heimat im Norden im Sparclub auch seine kulturelle Heimat gefunden.

Etwa 14 Tage vor dem Tannenbaumbrennen sammeln sie die Bäume ein. Dieses Jahr hätte es mit dem Brennmaterial fast knapp werden können. Lehmann: „Wir hatten unsere Sammelaktion für den 17. Januar geplant. Zwei Tage später hatte der Abfallentsorger seinen Termin. Er holte die Bäume aber schon am 16., so dass der Sparclub dieses Mal mehr Mühe hatte, genügend Bäume einzusammeln.“

Manchmal bringen auch Besucher am Festtag ihren Baum noch vorbei, so wie Karin Brockwitz aus Langholz, die eine stattliche Tanne über den Festplatz zog. „Den hast du bestimmt bei der Feuerwehr gekauft“, lachte Boris Barg, der stellvertretende Waabser Wehrführer. Er entzündet schließlich den Berg Tannen. Dank der guten Vorarbeit gelang das sofort. Die Flammen schlugen meterhoch. Emsig holten die Kameraden einen Baum nach dem anderen und platzierten sie mit gezieltem Wurf im Feuer.

Sonja Stöcken und Christa Rennwald kommen schon seit Jahren zu dem Fest. Sie freuen sich jedes Mal auf diesen Dorftreff. „Wir sind froh über das Fest des Sparvereins“, sagte Stöcken. Dabei lobten die beiden Frauen vor allem die Organisatoren. „Wir können froh sein, dass sich Leute finden, die ihre Freizeit aufwenden, um für uns so ein schönes Fest zu organisieren.“

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