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Kindergarten unter freiem Himmel : Letzter Feinschliff für die Waldgruppe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Bauwagen für die neue Waldgruppe in den Hüttener Bergen wird derzeit auf Vordermann gebracht

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 15:22 Uhr

Ein paar hundert Kilometer hat Detlef Kroll hinter sich, bis er den richtigen gefunden hatte. Durch Berlin und Sachsen-Anhalt führte den Vorsitzenden des Kindergarten-Fachausschusses und Bistenseer Bürgermeister seine Tour auf der Suche nach dem passenden Bauwagen für die neue Waldgruppe der Kindertagesstätte Hüttener Berge. In Treptow wurde Kroll dann fündig. „Der Wagen war in gutem Zustand, ausgestattet mit Gasheizung“, sagt er über den Bauwagen, der anschließend von einem Unternehmen in die Hüttener Berge transportiert wurde und in den Landesforsten in Hütten einen neuen Platz gefunden hat. Rund 8000 Euro kostete der acht Meter lange und 2,50 Meter breite Wagen inklusive der Ausstattung. Etwa zehn Kinder sollen dann ab 1. Februar die neue Waldgruppe mit Leben füllen. Monika von Zobeltitz aus Klein Wittensee und die Goosefelderin Svenja Andresen wechseln aus der Einrichtung in Ascheffel in die Waldgruppe. An den Wochenenden werden beide bei Pädiko in Kiel ihre Zusatzausbildung Waldpädagogik erhalten. Für beide muss jetzt im Haus Ersatz gefunden werden. Bewerbungen liegen aber schon vor.

„Viele Kinder haben Bewegungsmangel und sind reizüberflutet“, sagt Kindergartenleiterin Martina Heise, der Wald biete da mehr Möglichkeiten sich zu entfalten. Auch Phantasie und Kreativität würden gefördert werden. Außerdem gehöre eine Waldgruppe einfach in die Hüttener Berge. Die Kinder lernten zudem im Wald den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, so Martina Heise.

„Wir haben eine lange Warteliste für unseren Kindergarten“, sagt Detlef Kroll. Der Kindergarten ist Ascheffel sei voll belegt. Ohne die Waldgruppe müsste man Kinder abweisen. „Und dann sind Ausgleichszahlungen an andere Gemeinden erforderlich“, betont Kroll. Bis zu 15 Kinder können in der Gruppe aufgenommen werden, im zweiten Jahr dann 18 Kinder. Eine fünfstündige Betreuung ist geplant. Details werden noch geklärt. Bis dahin sind noch einige Arbeiten im Bauwagen erforderlich. Den Innenanstrich gab es bereits, auch eine Trennwand wurde schon entfernt und die Kleiderhaken montiert. Tische und Stühle wurden bestellt. „Das Gelände am künftigen Standort nahe der Försterei muss noch angeglichen und befestigt werden“, sagt Kroll. Bei den Arbeiten haben viele Eltern fleißig mitgeholfen. Darunter auch Moritz Eggers aus Bünsdorf, der seinen Sohn Tane (3) angemeldet hat und Julia Topschinski aus Hütten mit ihrem dreijährigen Mattis.

Als 2011 erstmals versucht wurde, eine Waldgruppe zu etablieren. Doch das scheiterte damals am Interesse der Erzieher. Das hat sich mittlerweile gewandelt. Und auch Eltern und Kinder freuen sich auf das neue pädagogische Angebot unter freiem Himmel. Der dreijährige Hannes ist einer der Kinder. Seine Mutter Nadine Ehlers aus Damendorf ist froh darüber: „Hannes will gerne draußen sein. Die Waldgruppe ist genau das richtige für ihn.“

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