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klassentreffen : Letzter Abi-Jahrgang vor dem Umzug ins Schulzentrum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Abitur-Jahrgang mit historischem Hintergrund hat sich nach 40 Jahren in der Pestalozzischule getroffen.

Nach 40 Jahren hat sich der Abiturjahrgang 1974 der Jungmannschule an einem historischen Ort getroffen: Die elf ehemaligen Abiturienten wählten das Schulgelände der heutigen Pestalozzischule für ihr Wiedersehen. Historisch ist der Ort deshalb, weil sie zum einen der letzte Abitur-Jahrgang vor dem Umzug 1975 in das neu gebaute Schulzentrum Süd am Stadtrand waren und zum anderen, weil hier der Schriftsteller Wilhelm Lehmann 24 Jahre (1923-1947) unterrichtete.

Konrektorin Petra Wilkesmann begrüßte die Ehemaligen und informierte über den heutigen Stand der Schule. Ein Rundgang durch das Gebäude und Stopp im Lehrerzimmer ließ die Schulzeit schnell wieder aufleben. Schmunzelnd erinnern sich die Ehemaligen an die Zeit, die sie hier verbrachten. Damals erhielten die Schüler ihr Zeugnis in Turnschuhen und Jeans im Lehrerzimmer. Von einem großen Abi-Ball wie heutzutage konnte damals keine Rede sein.

Uta Kaiser (geb. Krause) und Marlies Eder organisierten das Klassentreffen. „Leider können nicht alle dabei sein, aber wir freuen uns auf den heutigen Tag“, so Hans Ulrich Hedtke. Bei der Begrüßung waren Sätze, wie „Mensch, bist Du das?“ oder „Du warst schon immer ein Charmeur“ zu hören und die ersten Lebensverläufe ausgetauscht. Der Klassenprimus, Ernst Dombrowski, hat nach dem Abitur seinen Wunschberuf gefunden. Er ist heute Psychiater und Musiktherapeut: „Ich denke gerne an meine Schulzeit zurück“, sagt Dombrowski. Besonders stolz sei er auf seine Englischlehrerin, Ilse Rathjen-Couscherung, gewesen, als sie das Buch „Eckernförde unter britischer Besatzung“ herausbrachte. Lachend erinnern sich die Elf gemeinsam an ihre damaligen Lehrer wie die Chemielehrerin Fräulein Ulrike Barke: „Sie Dummer, Sie“ war oft ihr verzweifelter Ausruf, wenn sie nicht auf Anhieb Erkenntnis erntete. Klassenlehrer Dr. Dietrich Buntrock war für seinen schwarzen Humor bekannt, und Uta Kaiser kann sich noch gut an die Klassenfahrt in den Schwarzwald erinnern.

Mancher Schabernack aus vergangenen Schultagen kam zum Vorschein: Ein Schüler sollte eine chemische Formel an die Tafel schreiben, leichtsinnig hörte er auf das Vorsagen seiner Klassenkameraden und schrieb „COCA COLA“ an die Tafel. In seiner Hilflosigkeit hatte er es zu spät gemerkt.

Jürgen Wochnik hatte die weiteste Anreise. Der Gerichtspsychiater lebt seit 37 Jahren auf der dänischen Insel Seeland. Personalberater Wolfgang Bock ist aus Essen angereist: „Es ist unglaublich schön mal wieder hier zu sein“, schwärmte er. Ihren Weg sind sie alle gegangen. Einige hat es dafür von Eckernförde in andere Orte verschlagen. Viele der ehemaligen Jungmannschüler sind aber im Kreis Rendsburg-Eckernförde geblieben und sind Lehrer geworden.



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