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Leseförderung : Lesen als Voraussetzung für einen guten Start ins Leben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtbücherei beteiligt sich an dem Leseförderprogramm der Stiftung Lesen. Dazu verteilt sie kostenlos Lese-Sets an die Eltern dreijähriger Kinder.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 06:12 Uhr

Eckernförde | Der Zugang zu Bildung ist der wichtigste Faktor im Kampf gegen Armut: Er beeinflusst entscheidend den Zugang zum Arbeitsmarkt. Doch dieser Zugang ist ungleich verteilt. Besonders der finanzielle und familiäre Hintergrund von Kindern und Jugendlichen übt einen großen Einfluss auf den Zugang zu Bildung aus – und damit auf die Chancen der jungen Menschen in ihrem weiteren Lebensweg.

Deshalb hat die Stiftung Lesen das bundesweite frühkindliche Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ ins Leben gerufen, an dem sich auch die Stadtbücherei Eckernförde beteiligt. Das Programm begleitet Kinder und Eltern in den Lebensjahren bis zum Eintritt in die Schule. Dreimal erhalten die Kinder kostenlos ein Lesestart-Set, das aus einem Buchpaket besteht sowie aus Tipps und Informationen zum Vorlesen, zur Leseförderung und zu Angeboten vor Ort. Durch das Programm sollen vor allem jene Kinder profitieren, die in einem bildungsbenachteiligten Umfeld aufwachsen oder denen wenig vorgelesen wird. Die Eltern sollen zum Vorlesen und die Kinder zum Lesen ermutigt werden.

Das geschieht in drei Phasen: In der ersten Phase, die im November 2011 begann und jetzt abgeschlossen wurde, haben die Kinderärzte Lesestart-Sets im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchungen an die Eltern weitergegeben.

Die zweite Phase richtet sich an Eltern und ihre dreijährigen Kinder. Bis Ende 2015 können sie in den öffentlichen Bibliotheken Folge-Sets mit einem Bilderbuch sowie Tipps und Tricks zur Leseförderung erhalten.

In der dritten Phase – ab 2016 – erhalten die Erstklässler und ihre Eltern Sets zum Schulstart, mit denen die Kinder zum Selberlesen motiviert werden sollen.

Die zweite Phase ist gestern angelaufen: Als erste sind die Kinder der Kindertagesstätte Nord in den Genuss des Programms gekommen, denn sie konnten sich gestern in der Bücherei in einem Bilderbuchkino die Geschichte von „Henriette Bimmelbahn“ anhören.

„Wir wollen, dass die Eltern und Kinder die Bücherei kennenlernen“, sagt Büchereileiter Hans-Jürgen Simon und denkt dabei nicht nur an die Ausleihe, sondern auch an die regelmäßigen Bilderbuchkinos und Vorlesestunden. 160 Taschen mit dem Kinderbuch über Henriette Bimmelbahn von James Krüss und Lisl Stich sowie einem Wimmelbild und einem viersprachigen Elternratgeber (Deutsch, Türkisch, Russisch und Polnisch) mit Lesetipp-Broschüre liegen jetzt zum Verschenken an alle Eltern mit dreijährigen Kindern in der Bücherei bereit.

 

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