zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 19:40 Uhr

Leitbild soll Konzepte verknüpfen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einwohnerversammlung in der Stadthalle zum neuen Wohnraumversorgungskonzept: Rund 70 Bürger informierten sich aus erster Hand

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 06:43 Uhr

Die Einwohnerzahlen in Eckernförde sinken, trotzdem werden mehr Wohnungen gebraucht – die Ergebnisse des neuen Wohnraumversorgungskonzepts der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg (steg) sowie der Vorschlag, ein neues Leitbild für die Stadt zu entwerfen (wir berichteten), wurden den Bürgern Dienstagabend in einer Einwohnerversammlung in der Stadthalle vorgestellt. Geschäftsführer Martin Brinkmann und sein Kollege Jan Seeringer schilderten den rund 70 Bürgern, wie sie anhand von Faktoren wie natürlichem Bevölkerungswachstum oder Zu- und Abwanderungsprognosen den Bedarf an Wohnraum ermittelt haben. 430 neue Wohnungen brauche Eckernförde demnach bis 2025. Und die sollen nicht nur bezahlbar, sondern auch senioren- und familiengerecht sein. Denn: Auch die Altersstruktur in Eckernförde verändere sich, jüngere Menschen zögen weg, ältere dafür zu.

Was man denn gegen diese Abwanderung tun könne?, wollte Besucher Klaus Vaupel bei der anschließenden Fragerunde wissen. „Eckernförde sollte auch die Bewerbungen um einen Hochschulstandort in das neue Leitbild miteinbeziehen“, erklärte Brinkmann, denn das sei der größte Faktor, um junge Menschen nach dem Schulabschluss in der Stadt zu halten. Um die Studienabgänger aus den umliegenden Hochschulstandorten wieder in die Stadt zurückzulocken, müsse Eckernförde attraktiver werden, vor allem für junge Familien.

Das sei doch alles nichts Neues, wandte Georg Siebert vom Bürger-Forum ein, ähnliche Bemühungen habe es schließlich schon bei den Projekten Hafenspitze und Nooröffnung gegeben. Mit dem Ergebnis, dass die überteuerten Wohnungen für Familien nicht erschwinglich seien. Um das zu verhindern, riet Brinkmann, Investoren dazu zu bewegen, einen Anteil von 25 bis 30 Prozent an gefördertem Wohnraum in neue Projekte einzustreuen.

In diesem Punkt waren sich alle einig: Die Wohnraumversorgung alleine reiche nicht aus, um Eckernförde voranzubringen. Wichtig sei vielmehr, auch andere Bereiche wie die Schul- oder Sportentwicklungspläne, das Öffentliche Nahverkehrs- oder das Radwegekonzept miteinzubeziehen. „Das Zukunftsbild von Eckernförde muss verschiedene Konzepte verknüpfen“, fasste Bürgermeister Jörg Sibbel zusammen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen