Leistungsstark und fix: DRK und Feuerwehr

Die Feuerwehrmänner bergen die Menschen, die bei der Explosion verletzt wurden.
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Die Feuerwehrmänner bergen die Menschen, die bei der Explosion verletzt wurden.

Üben für den Ernstfall: Im Pflegeheim Haus Ahrensburg probte das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit der Wehr ihre Leistungsstärke.

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19. Mai 2009, 09:37 Uhr

Güby | Am Sonnabendnachmittag war die Welt im Pflegeheim Haus Ahrensberg plötzlich nicht mehr in Ordnung. In der Einrichtung, in der 35 Senioren leben, wurde Alarm ausgelöst: In der Küche hatte es eine Explosion gegeben. Anschließend stand ein Herd in Flammen.

Die Mitarbeiter um die Pflegedienstleitung von Gabriele Bürger und Geschäftsführerin Lucina Kothe-Zimmermann reagierten sofort umsichtig und fürsorglich. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen Ernstfall, sondern um eine kreisübergreifende Übung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren des Umlandes.

Nachdem die Heimleitung die Notrufstelle informiert hatte, wurde die Rettungsleitstelle mit Sitz in Kiel benachrichtigt. Diese ihrerseits aktivierte die Zentralstelle Schleswig. Von dort aus wurden die Feuerwehren und Krankenwagen auf den Weg gebracht.

Das funktioniert so gut, dass bereits fünf Minuten nach Meldungseingang die Freiwilligen Feuerwehren Güby, Fleckeby und Borgwedel vor Ort eintrafen.

In rasantem Tempo hatte das Atemschutz-Team der Wehren die Lage im Griff und rettete die ersten Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Die stark verqualmte, schwer zugängige Küche, war zur Falle von zwei ohnmächtigen Mitarbeitern geworden. Schnell wurden die Verletzten, gut geschminkte DRK-Statisten, geborgen. Durch gute und schnelle Aufgabenteilung hatten die Feuerwehrleute die "Heimbewohner" umgehend evakuiert. Ob aus der Badewanne, oder aus dem Bett oder orientierungslos, die Laiendarsteller erwiesen sich als schwierig zu bergende Personen.

Die Zusammenarbeit und die Koordination der Einsätze des DRK und der Feuerwehr erwies sich als optimal. Die Geretteten zählen, sie zuordnen und identifizieren, die Schwere der Verletzungen bewerten und die Opfer betreuen, die Bewohner in Notunterkünften unterbringen - alles klappte wie am Schnürchen.

Das Personal vom Haus Ahrensberg handelte umsichtig und fürsorglich um die verwirrten Pflegebedürftige zu beruhigen.

DRK-Mitarbeiter Andreas Fricke aus Flensburg spielte einen verwirrten Hilfebedürftigen, der in Panik in den Wald lief. Die Rettungshundestaffel des DRK nahm die Spur auf und konnte ihn im Wald bergen. Notarzt Jan-Peter Burmester hatte alle Hände voll zutun, er koordinierte zusammen mit den DRK-Sanitätern die Erstversorgung der Verletzten und den Abtransport.

Insgesamt waren fünfzig ehrenamtliche Feuerwehrleute, ebenso viele ehrenamtliche DRK-Mitarbeiter von Flensburg bis Kiel im Einsatz. Sie zeigten bei dieser Übung, dass sie im Ernstfall reibungslos zusammenarbeiten können.

Für die Bewohner des Pflegeheimes Haus Ahrensburg war die Übung gut vorbereitet. Lucina Kothe- Zimmermann: "Ich habe große Hochachtung für das Ehrenamt und bin sehr dankbar für die Zusammenarbeit." Ein halbes Jahr war der Großalarm von Dirk Kröger, stellvertretender DRK-Kreisbereitschaftsleiter und Übungsleiter im Kreis Rendsburg-Eckernförde, der Heimleitung und den Feuerwehren vorbereitet worden.

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