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Präsentation : Leidenschaft für die Dorfgeschichte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde Windeby stellt morgen in der Freizeitstätte die neue Dorfchronik vor / Fertigstellung nach fünf Jahren Arbeit

von
erstellt am 13.Nov.2015 | 06:25 Uhr

Für viele Bürger der Gemeinde Windeby dürfte sich die Frage nach einem passenden Weihnachtsgeschenk erledigt haben. Die neue Dorfchronik wird sich mit Sicherheit an Heiligabend unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum wiederfinden. Dass sich der Kauf des 660-seitigen Buches lohnt, davon können sich alle Interessierten morgen von 11 bis 14 Uhr in der Gemeindefreizeitstätte Frohsein überzeugen. Dann präsentiert das Chronik-Team das neue Buch. Zum Team gehören Gabrielle Pochhammer, Doris Niederhausen, Irmgard Busch, Klaus Peter Palenczat und Peter Büchert. Und die sind überzeugt, dass ihr Werk kein Ladenhüter wird: „Wir haben etliche Vorbestellungen“, berichtet Doris Niederhausen.

Gut fünf Jahre hat das Team an der Chronik gearbeitet. „Erste Überlegungen hat es schon Anfang der 90er gegeben“, sagt Bürgermeister Peter Pietrzak. Doch so richtig vorangekommen ist das Projekt erst, als im April 2010 ein Neuanfang angepackt wurde. 10  000 Euro hat die Gemeinde Windeby Jahr für Jahr im Haushalt für die Erstellung der Chronik eingeplant. Letztlich wurde das Buch deutlich umfangreicher als ursprünglich geplant. „Es gibt halt viel zu erzählen“, betont Gabrielle Pochhammer. Auch die Kosten verdoppelten sich. Dennoch war das kein Grund für die Gemeinde die Reißleine zu ziehen. „In den Ausschüssen und der Gemeindevertretung bekamen wir viel Zuspruch“, erzählt Pochhammer. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Geld durch den Verkauf wieder einnehmen“, so Pietrzak. Viel günstiger habe sich die Chronik aber nicht realisieren lassen, sagt Gabrielle Pochhammer. Bei ihr in der Redaktion liefen die Fäden zusammen. Kosten habe es nur für Druck und Layout gegeben und knapp 2000 Euro für die in Auftrag gegebenen Kartenzeichnungen. Autorenhonorare fielen nicht an. So gibt es einige Gastbeiträge, unter anderem von Dr. Beate Kennedy über den Dichter Wilhelm Lehmann, von Oliver Schulz, Co-Autor zur Ur- und Frühgeschichte.

Großer Dank gilt dem Fotoclub Eckernförde, der dafür gesorgt hat, dass das Buch neben interessantem Lesestoff vor allem reichlich Bilder aus der Gemeinde zu allen Jahreszeiten bietet. Auf der Präsentation am Sonnabend wird der Fotoclub auch einige der Fotos ausstellen. Gedruckt wurde die Chronik in einer Auflage von 750 Stück. Für 25 Euro ist das Buch in den Buchhandlungen, in der Amtsverwaltung sowie bei den Autoren erhältlich.

Es steckt viel Herzblut in dem Buch, sagt das komplette Team. Man wollte etwas schaffen, in dem sich jeder Bürger wiederfindet. Qualität sollte die Chronik haben, keine lose Blattsammlung oder etwas Zusammengeschustertes. Doris Niederhausen, die eigentlich nur vor hatte, sich selbst über das Gut Windeby zu informieren, wurde gleich von Irmgard Busch mit ins Team geholt. So kam es, dass Doris Niederhausen nicht nur als Autorin über die Gutsgeschichte, sondern auch über die Hexenverfolgung, den Schneewinter und die Sturmflut schrieb. Irmgard Busch sammelt schon seit vielen Jahren Fotos aus allen Ortsteilen. So gibt eine zahlreiche Aufnahmen von Gildefeiern, Schulfeste , Konfirmationen aus den vergangener Jahrzehnten. Busch lieferte für die Chronik aber auch viele Beiträge über die einzelnen Ortsteile, die Kleinbahn und die Vereine und Verbände. Klaus Peter Palenczat hat sich der Schule angenommen. Sein Vater Fritz war schließlich einer der 35 Lehrer, die es in Kochendorf gegeben hat. Auch für die Geschichte des Sportvereins konnte Klaus Peter Palenczat helfen. So erfährt man beispielsweise, dass Windeby einst Hochburg im Faustball war. 1982 wurde das Jugendteam Landesmeister. Klaus Peters Sohn Eric spielte sogar für die deutsche Jugendnationalmannschaft. Beratend unterstützt hat das Team Peter Büchert.

Alle haben sich reingekniet, viel gelesen und in Archiven über die Geschichte recherchiert. Nach fünf Jahren endet jetzt die Arbeit an der Chronik. „Wir haben jeden Morgen immer erst unsere Mails gecheckt, ob es was Neues von den anderen gibt“, erzählt Irmgard Busch,. Das werde sie jetzt vermissen.  

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