Leidende Eltern und auf zur Kino-Klausur

porträt kühl 1

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28. Mai 2015, 17:50 Uhr

Woche drei im Streik der Erzieherinnen in Kitas und Festen Grundschulzeiten ist vorbei. Die Nerven der Eltern, auf deren Rücken der Ausstand ausgetragen wird, sind zum Zerreißen gespannt. Immer noch keine Bewegung am Verhandlungstisch. Wer kleine Kinder hat, muss jetzt richtig leiden. Wo ist der Schlichter, der die starren Positionen entkrampft? Das muss doch bei ein bisschen gutem Willen auf beiden Seiten möglich sein. Wer verlässlich planen möchte, wird sich künftig vielleicht fragen, ob er weiter mit der Lufthansa fliegt, mit den im Regionalverkehr ohnehin überteuerten Zügen fährt oder seine Kinder in kommunalen Kitas betreuen lässt. Wer die Wahl hat, könnte auf weniger streikanfällige Alternativen setzen. Was zumindest im Fall der Kitas schade wäre, weil die Arbeit in den vier städtischen Kitas sicher ebenso gut und entwicklungsfördernd ist wie in den Kitas konfessioneller oder privater Träger.

So langsam weitet sich die leidige Kino-Standortfrage zu einem Fall für den Ältestenrat aus. Jetzt zeigt sich, wie gravierend das Kino-Aus am Bahnhof ist: Es gibt offensichtlich keine Alternative, die derzeit mehrheitsfähig ist. Die einen wollen dies, die anderen das. So geht es aber nicht. Die Bürger wollen jetzt eine überzeugende und schnelle Entscheidung. Alle Vorschläge auf den Tisch – und dann muss eine Einigung her. Die Zeit für Grundsatzdiskussionen ist vorbei.

Zwar wissen wir alle nicht, ob der Geist von Malente den HSV beflügelt hat und in der Bundesliga belässt, aber so eine Wochenend-Klausur im Kleinen unter der Leitung des Trainerteams Jörg Sibbel und Karin Himstedt mit Workshop, Waldlauf und Wohlfühlatmosphäre wäre vielleicht auch etwas für die Spitzen der sieben Parteien der Eckernförder Ratsversammlung.

Und die Heimreise wird nur genehmigt, wenn es ein Ergebnis gibt.

Das Ampel-Chaos an der B 76 / Domstag ist und bleibt eine Realsatire. Wenn es nicht so traurig für ganz Eckernförde und so gefährlich für die Fußgänger wäre. Da streiten sich zwei Behörden um Zuständigkeiten, Ausführungsbestimmungen und Zeitpläne, dass den Eckernfördern Hören und Sehen vergeht. Unterm Strich bleibt nichts als Flickschusterei. Wenn keiner dazwischen haut, steht das Trauerspiel bis 2019 auf dem Spielplan.

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