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Diskussion : Lehrergewerkschaft fordert Einheitslohn

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aschermittwochsdiskussion mit Bildungspolitikern der Landtagsfraktion in der Heinrich-Heine-Schule

Bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler, eine bessere Besoldung für Lehrkräfte – diese Forderungen standen im Mittelpunkt der Aschermittwochsdiskussion des Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Büdelsdorf. Bildungspolitiker der Landtagsfraktionen – bis auf die wegen Krankheit nicht vertretenen Piraten – machten ihre Positionen deutlich und stellten sich den Fragen des Moderators Bernd Schauer (Geschäftsführer des GEW-Landesverbandes Schleswig-Holstein) und von 50 Lehrern in der Mensa der Heinrich-Heine-Gemeinschaftsschule.

Kai Vogel (SPD), Heike Franzen (CDU), Anita Klahn (FDP), Anke Erdmann (Grüne) und Jette Waldinger-Thiering (SSW) hörten zu Beginn ein „Lob“ des GEW-Landesvorsitzenden Matthias Heidn für die Ankündigung der Landesregierung, für den Unterricht von Flüchtlingskindern zum nächsten Schuljahr 240 Lehrerstellen weniger streichen zu wollen als bisher geplant. Diese „absolut richtige Entscheidung“ sei auch das Ergebnis der Beharrlichkeit der Gewerkschaft, betonte Heidn. Seine Forderungen aber gehen noch weiter. Die Landesregierung müsse auf sämtliche Stellenstreichungen verzichten, denn in Schleswig-Holstein fehlten nach wie vor 1000 Stellen, um den eigentlich vorgesehenen Unterricht zu erteilen.

Nachdem die Lehrerausbildung neu geregelt sei, müsse eine einheitliche Besoldung umgesetzt werden. „A13 für alle, auch für die jetzigen Lehrer“, forderte Heidn. Dazu reiche das Geld nicht, sagte Vogel. Die Priorität der Landesregierung liege bei der Unterrichtsversorgung. Erdmann betonte, die GEW-Forderung nach A13-Besoldung für alle Lehrer sei nicht zu leisten.

Wenn es um konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Besoldung gehe, stoße man auf wenig Verständnis bei den Regierungsparteien, lautete das Fazit von Bernd Schauer nach der zweistündigen Aschermittwochsdiskussion.

„Schwierige Zeiten.“ Auch die Veranstaltung in Büdelsdorf habe klar gemacht, dass die Bildungspolitik zurzeit das entscheidende Thema sei, sagte Schauer. 



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