zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 17:46 Uhr

Neuanfang : Lehrer ist sein Traumberuf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wulf Engelhardt aus Kiel tritt die Nachfolge von Anica Gehrmann an. Er ist von der Schule Hohe Geest in Hohenwestedt an die Regionalschule Altenholz gewechselt.

Räume, Kollegen, Kinder – alles war neu für Wulf Engelhardt und seine ersten Tage an der Regionalschule Altenholz entsprechend aufregend. Der 51-jährige Kieler hat mit Beginn des neuen Schuljahres die Nachfolge von Anica Gehrmann angetreten, der langjährigen Konrektorin, die vor den Ferien in den Ruhestand verabschiedet wurde (wir berichteten).

Engelhardt kommt von der Schule Hohe Geest, einem Gymnasium mit Regionalschulteil in Hohenwestedt. Mehr als 1000 Kinder wurden dort unterrichtet – mit der Zeit zu viel für den Englisch- und Biologielehrer. „Ich mag es gern übersichtlich, familiärer. Ich hab es gern, wenn ich die Leute kenne, die ich sehe“, erklärt er seine Motivation für den Wechsel an die Regionalschule in der Danziger Straße, die 404 Schüler zählt. 21 Stunden in der Woche gibt er neben Englisch und Biologie auch Sport, Wirtschaft-Politik (Wipo) und Geographie. Darüber hinaus organisiert er den Vertretungsplan. Dabei war Engelhardt gleich zu Beginn gefordert: Zwei Klassenfahrten und eine Klasse im Praktikum erforderten etliche Umorganisationen. Das „super Kollegium“ habe ihm den Start jedoch erleichtert. Engelhardt: „Es gibt eine hohe Bereitschaft einzuspringen – das ist phänomenal.“ Eine Vereinfachung erhofft sich der stellvertretende Schulleiter durch die für 2014 beantragten digitalen Schwarzen Bretter – bis dahin läuft alles in Papierform.

Am liebsten arbeitet er mit den Kindern und Jugendlichen, zu denen er schon immer einen besseren Draht gehabt habe. „Meine Stärken sind, dass ich den Schülern fair und freundlich zugewandt bin, aber auch Regeln aufstelle, die ich auch einfordere“, sagt Engelhardt über sich und stellt rückblickend fest, dass er bisher zu allen seinen Schülern ein gutes Verhältnis gehabt habe. „Lehrer ist mein Traumberuf.“

Wenn er weder körperlich, noch gedanklich beim Unterricht ist, widmet er sich einigen Hobbys, für die momentan jedoch keine Zeit bleibe, sagt der Kieler. Dazu zählen Rennrad fahren und Segeln mit seinen Kindern Lara (20), Frieda (17) und Linus (14). Und eine Zeit lang wird das wohl auch noch so bleiben, denn die Regionalschule wird Gemeinschaftsschule – so will es das neue Schulgesetz.

Ein entsprechendes pädagogisches Konzept werde derzeit erarbeitet, teilte Schulleiter Thomas Haß mit. Erklärtes Ziel sei es, möglichst lange miteinander zu lernen, ein Kurssystem soll es erst ab der achten Klasse geben. Als Kooperationspartner hätten das benachbarte Gymnasium und die IGF in Friedrichsort Interesse signalisiert. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung empfahl Haß dem Schulausschuss, die Umwandlung in eine offene Ganztagsschule anzustreben. Dazu solle eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, zu der er auch die Politik einlud, weil es für die Koordination des Ganztagsbetriebs externe Kräfte brauche, die bezahlt werden müssten. Die Politik sei für eine Mitwirkung in der Arbeitsgruppe zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine Notwendigkeit. „Die Zielrichtung ist die richtige, es ist gut, dass wir uns auf den Weg machen“, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) und sagte die Unterstützung der Verwaltung zu.

Die Nachfolge von Uta Fischer ist unterdessen noch immer offen. Die Stelle der Leitung der Claus-Rixen-Schule ist nunmehr zum dritten Mal ausgeschrieben, mit einer Sitzung des Schulleiterwahlausschusses wird nicht vor November gerechnet.

 

zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen