neuer chefarzt : Lebensqualität durch künstliches Gelenk

Die enge Verzahnung von Ostseeklinik und Rehaklinik kommt den Patienten in Damp zugute – dafür stehen die Ärzte, Dr. med. Hans-Werner Seide (Chefarzt Rheumaorthopädie, Fußchirurgie und spezielle Endoprothetik), Dr. med. Otto Kloppenburg (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Orthopädie und Sportmedizin) und Prof. Dr. med. Matthias Köhler (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dialyse, v. l.), die Dr. med. Wolfgang Klauser (Chefarzt Orthopädie und Sportmedizin, 3. v. l.) als neuen Kollegen in ihre Mitte nehmen.
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Die enge Verzahnung von Ostseeklinik und Rehaklinik kommt den Patienten in Damp zugute – dafür stehen die Ärzte, Dr. med. Hans-Werner Seide (Chefarzt Rheumaorthopädie, Fußchirurgie und spezielle Endoprothetik), Dr. med. Otto Kloppenburg (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Orthopädie und Sportmedizin) und Prof. Dr. med. Matthias Köhler (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dialyse, v. l.), die Dr. med. Wolfgang Klauser (Chefarzt Orthopädie und Sportmedizin, 3. v. l.) als neuen Kollegen in ihre Mitte nehmen.

Dr. med. Wolfgang Klauser ist neuer Chefarzt an der Helios Ostseeklinik Damp. Neben dem Ärztlichen Direktor Dr. Otto Kloppenburg ist er für die Leitung der Abteilung Orthopädie und Sportmedizin zuständig.

shz.de von
02. Juli 2015, 04:08 Uhr

Künstliche Hüft- oder Kniegelenke sind heute keine Seltenheit mehr. Allein in der Helios Ostseeklinik Damp werden zurzeit jährlich rund 8000 Operationen im Bereich der Orthopädie, Rheumaorthopädie und Sportmedizin durchgeführt. Während rund zwei Drittel der Eingriffe zu den gelenkerhaltenden Operationen gehören, zählen 2000 in den Bereich der Endoprothetik. Eine großer Wandel sei bei den Patienten selbst festzustellen, erklärt Dr. med. Wolfgang Klauser. Der neue Chefarzt der Orthopädie und Sportmedizin der Helios Ostseeklinik leitet seit Mai gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Otto Kloppenburg diese Abteilung. Das Alter der Patienten, die eine Endoprothese benötigen, sinke auf die Jahre zwischen 50 und 60 – eine Lebensspanne, in der die Menschen noch aktiv im Leben stehen. Dementsprechend steige der Anspruch : „Die Erwartungshaltung dieser Patienten an eine Operation und an das künstliche Gelenk ist hoch“, sagt Dr. Klauser. Das bedeute für ihn als Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Sportmedizin, noch stärker den Focus auf die Haltbarkeit der Prothesen zu legen als ohnehin schon.

Der gebürtige Stuttgarter ist seit seiner Studienzeit mit dem Norden verbunden. Zuletzt war der 51-Jährige als Chefarzt und Ärztlicher Direktor in der Helios Endo-Klinik in Hamburg tätig, einer der größten europäischen Spezialkliniken für künstlichen Gelenkersatz und Wirbelsäulenchirurgie.Der Spezialist für Primär- und Revisionseingriffe an Knie- und Hüftgelenk sowie im Bereich der Fußchirurgie hat den Ehrgeiz, im Bereich der Endoprothetik die Techniken stetig verbessern zu wollen. „Wir wollen noch einen Schritt weiter gehen“, so Klauser. Allein für ein künstliches Kniegelenk stehen 20 Prothesenvariationen zur Verfügung. „Es ist unser Ziel, entsprechend der Biologie und der Anatomie des Patienten, die bestmögliche Prothese zu bestimmen und mithilfe der Instrumenten an der Feinjustierung zu arbeiten.“ Zwar blieben die metallenen Komponenten der künstlichen Gelenke gleich, aber an der Gleitschale könne man durch innovative Technik noch eine bessere Ausstattung zum Wohle des Patienten erreichen.

Zwar würden vor jeder Operation Röntgenbilder des erkrankten Gelenks angefertigt und mit dem Patienten besprochen, aber die letzte Entscheidung, welches der Modelle passgenau ist, falle während der Operation. Häufig erlangen Erkrankte durch eine optimal funktionierende Prothese eine hohe Lebensqualität zurück.

Bestes Beispiel dafür ist Hansjörg Dittmer aus Schuby. Der heute 73-Jährige gehört zu den Stammpatienten in Damp. Bereits 1990 hat der freiberufliche Fotojournalist sein erstes künstliches Kniegelenk bekommen. Mittlerweile nennt er zwei Knieprothesen, zwei künstliche Hüftgelenke und zwei Coflexklammern an der Wirbelsäule sein Eigen. Fünf Jahre nach der letzten Operation absolvierte der Schubyer eine sechswöchge Rucksack-Südamerikareise. 16  000 Kilometer hat er mit dem Linienbus auf dem Kontinent zurückgelegt, das Kap Horn und die Magellanstraße besegelt. „Ohne meine künstlichen Gelenke wäre überhaupt nicht an die Reise zu denken gewesen“, bekräftigt der 73-Jährige, der demnächst mit Estland, Lettland und Litauen 100 Länder bereist hat. Sowohl an der Ostsee- als auch an der Rehaklinik gefalle ihm besonders das Verhältnis Patient – Arzt. Am Tag der offenen Tür habe er sich die Operationssäle angeschaut, in den er auf dem Tisch gelegen habe. Jede Frage auch im Nachhinein sei ihm beantwortet worden. Als Dank und als Beweis für andere Leidensgenossen, dass man mit künstlichen Gelenken sehr wohl viel im Leben erreichen könne, zeigt er demnächst eine 90-minütige Diashow über seine Reise. „Ich möchte ein bisschen an die Kliniken zurückgeben“, begründet er.

Jeder Operateur sehe seinen Patienten vor der Entlassung wieder, sagt der Chefarzt Dr. Otto Kloppenburg. „Die Qualitätskontrolle setzen wir ganz nach oben“, so der 61-jährige. Das persönliche Gespräch mit dem Patienten gehöre selbstverständlich dazu, ebenso wie die Zusammenarbeit mit der Rehaklinik, die der Patient nach der OP aufsucht. Diese „Behandlung aus einer Hand“ komme dem Patienten zugute, bestätigt auch Prof. Dr. Matthias Köhler, Ärztlicher Direktor der Rehaklinik. Die enge Abstimmung mit der Ostseeklinik und der gemeinsame Besuch von Fortbildungen garantierten eine hohe medizinische Qualität, so der 48-Jährige.

Knieprothesen und künstliche Hüftgelenke haben eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. „Das Problem ist immer der Abrieb. Das ist auch bei den Gelenken der Fall“, sagt Dr. Kloppenburg. Da gelte es ständig an Verbesserungen zu arbeiten. Mit Dr. Wolfgang Klauser habe man in dieser Hinsicht einen ausgewiesenenExperten gewonnen, erklärte der Geschäftsführer der Helios Ostseeklinik Damp, Christian Kreische. „Als Spezialklinik für Gelenke und Wirbelsäule sind wir künftig nun noch besser aufgestellt“, so Kreische.

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