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Ausgezeichnet : Lebendige Werbung für die Literatur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dimitrij Tkacev schließt Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller als Landesbester ab und fängt weitere Ausbildung an.

Alenholz | Sie kommt nicht wirklich zum Einsatz, und das ist schade: Die Werbetafel, die Dimitrij Tkacev zum Abschluss seiner Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller angefertigt hat, ist nur ein Gesellenstück für einen fiktiven Auftraggeber. Sie brachte dem 20-jährigen Kieler jedoch nicht nur den Gesellenbrief, sondern den Titel des Landesbesten seiner Berufsgruppe ein.

„Ich wollte etwas Besonderes schaffen“, sagt Dimitrij Tkacev, während er über die Fernbedienung die verschiedenen Lichteffekte vorführt, die er in der Werbetafel für die Buchhandlung „Literatur pur“ eingebaut hat. Sie sollte einen Eindruck vermitteln, was sein Lehrbetrieb, wir drei werbung, alles abdeckt, erklärt er weiter. So ist seine Werbeanlage aus sechs Millimeter starkem Plexiglas mit gerundeten Ecken. Durch die akkurate Klebe- und ausgefeilte Lichttechnik wirken die dargestellten Bücher, als würden sie tatsächlich vor dem Betrachter stehen. Die Liebe zum Detail, die in die Arbeit geflossen ist, hat auch die Prüfungskommission erkannt: Note 1.

Damit tritt Dimitrij Tkacev auch beim Bundesentscheid am 5. Dezember in Frankfurt an, für den seine Chefin, Ulrike Jacobi, gute Chancen auf einen Erfolg sieht. Das Gesellenstück zeichne sich durch die Kreativität, das handwerkliche Können und die gute Ausstrahlung aus, erklärt sie. Es sei lebendig. Ihre Daumen sind wie die des gesamten Teams für den jungen Gesellen gedrückt, der bereits der vierte Landessieger ist, den die Firma ausgebildet hat. Zu gern hätten sie und ihr Mann, Jörg Jacobi, ihn übernommen. Doch Tkacev hat andere Pläne.

Am Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers gefällt ihm die Vielseitigkeit der Aufgaben, die von Folien verkleben und plotten über fräsen, lackieren, LED-Technik einbauen bis hin zur Montage reicht. „Du entwickelst ein Produkt und siehst am Ende, wie es wirkt“, schwärmt Tkacev. „Und du bist stolz, wenn es gut ausgeleuchtet und verklebt ist.“ An etlichen Stellen im Raum Kiel und darüber hinaus hat er im Laufe der dreijährigen Ausbildung so seine Handschrift hinterlassen – wir drei fertigt Werbe-, Licht- und Leitsysteme für Kunden in ganz Deutschland.

Am besten gefällt ihm jedoch die Arbeit mit LED-Technik, und so hat sich Tkacev entschieden, noch eine zweite Ausbildung zu machen – zum Elektroniker.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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