Laternenumzug : Laternen im Zeichen der Güte

Der Martinsreiter (Angela Beyer) führte den Umzug von der Strandpromenade bis zur St.-Nicolai-Kirche an.
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Der Martinsreiter (Angela Beyer) führte den Umzug von der Strandpromenade bis zur St.-Nicolai-Kirche an.

Beim Martinsumzug haben gestern Hunderte Eltern und Kinder teilgenommen. Auf Einladung der Touristik und der Kirchengemeinden sind sie mit Laternen durch die Stadt gezogen und haben in Liedern an die Mildtätigkeit des heiligen Martin von Tours erinnert.

shz.de von
12. November 2013, 06:03 Uhr

Er gilt seit über 1600 Jahren als Beispiel für Mildtätigkeit und Güte: Der heilige Martin von Tours. Im 4. Jahrhundert half er als armer Soldat einem frierenden Bettler, indem er mit seinem Schwert seinen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte zum Wärmen gab. In der folgenden Nacht soll ihm Christus erschienen sein, mit seinem halben Soldatenmantel bekleidet. Martin ließ sich daraufhin taufen, er wurde ein gläubiger Christ und schließlich dritter Bischof von Tours. Er starb am 8. November 397. Später wurde er heilig gesprochen. Jedes Jahr am 11. November wird am Martins-Tag an seine Mildtätigkeit erinnert.

In Eckernförde geschieht das seit 2007 mit einem Laternenumzug, zu dem die beiden evangelischen Gemeinden St. Nicolai und Borby sowie die katholische Gemeinde St. Peter und Paul einladen. Veranstalter und Organisator ist die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH.

Hunderte Eltern mit ihren Kindern waren dann auch dem Aufruf zum diesjährigen Martinsumzug gefolgt. Von der Borbyer Kirche und der Kirche St. Peter und Paul waren sie Lieder singend mit Laternen und Fackeln durch die Stadt gezogen und haben sich an der Strandpromenade getroffen. Dort stieß der heilige Martin (Angela Beyer) auf seinem geduldigen Araber-Halbblut „Willy“ vom Hof Stexwigfeld an die Spitze des Zuges, der zur St.-Nicolai-Kirche führte. Für die Kinder war der Umzug in doppelter Hinsicht spannend: Viele Blicke gingen zwischen den oftmals selbstgebastelten Laternen und dem Martinsreiter hin und her.

An der Kirche angekommen, nahm der Posaunenchor St. Nicolai die Laternenträger musikalisch in Empfang. Es folgte eine kurze Andacht mit Gesang und Segen, bevor es heiße Wecken und alkoholfreien Punsch gab.

Der St.–Martins-Umzug fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Am Ende konnten die Teilnehmer sogar kostenlos mit einem extra bereitgestellten Bus des Stadtverkehrs zu den Ausgangspunkten zurückfahren.

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