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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 00:20 Uhr

Kaninchenzucht : Langohren auf dem Laufsteg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

25. Vereins- und Vereinsjugendschau des Kaninchenzuchtvereins U 34 Altenholz und Umgebung

Altenholz-Stift | 127 Kaninchen der verschiedensten Rassen waren am Wochenende in der Bootshalle der Firma Nöhren in Altenholz-Stift angetreten, um von den speziell ausgebildeten Richtern bewertet zu werden. Da tummelten sich Holländer, Deutsche Riesenschecken, Deutsche Widder, Pommersche, blaue und weiße Wiener neben hellen Großsilbernen oder Dalmatiner Rexen.

„Für jede Kaninchenrasse gibt es einen speziellen Standard, nach dem bewertet wird“, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Ingo Dolge, „die Preisrichter sind so ausgebucht, dass sie bereits immer im Vorjahr gebucht werden müssen.“ Neben dem Zuchtverein Altenholz, dem Dolge seit Ende der Sechziger Jahre vorsteht, leitet er auch seit mehr als 30 Jahren den Kreisverband Kiel. „Leider finden sich immer weniger Menschen, die bereit sind, auch ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Zum Ausrichten solch einer Zuchtschau gehört eine Menge Arbeit an den Schau-Wochenenden und natürlich auch in der Vorbereitung“, berichtet er. Inzwischen bekämen sie Unterstützung von den Züchtern aus dem Zuchtverein U24 aus Kiel-Gaarden, so Dolge.

Diese Kaninchenschau dient als Vorbereitung für die alljährlich in den Holstenhallen in Neumünster stattfindende Landesschau, nur die hervorragend bewerteten Tiere dürften dort teilnehmen. Ein Tier, das die Bewertung „vorzüglich“ erhalten soll, muss schon ziemlich perfekt sein: Von 100 Punkten, die maximal vergeben werden können, muss das Tier mindestens 97 erhalten. Alle Kaninchen, die an der Schau teilnehmen, müssen geimpft und tätowiert sein, damit auf solch einer Schau keine Krankheiten verbreitet werden können und die Tiere auch eindeutig zuzuordnen seien.

Nach der offiziellen Bewertung warteten die Tiere in Käfigen bis zur Pokalverleihung am Nachmittag. Fachkundiges Publikum schlenderte ebenso durch die Reihen der Käfige wie Besucher, die sich einfach nur an der Vielfalt der pelzigen Langohren erfreuen wollten.Kaninchenzucht war und ist immer Familiensache – so war der Jüngste, Aaron Luka Haß (neun Monate) mit seinen Eltern Nikola Haß und Sven Kassler und seiner Großmutter Petra Wiecke-Köhn (Kreisjugendleiterin) dabei und soll die Tradition einmal fortführen. Im Moment beschränkte er sich allerdings darauf, mit den pelzigen Freunden zu kuscheln. „Leider sind die Mitgliederzahlen rückläufig“, stellte Ingo Dolge fest, der inzwischen der letzte Kaninchenzüchter in Altenholz ist. „Es ist viel züchterische Arbeit, die Rassen in ihrem Standard zu bewahren und zu verbessern.“

Die Kaninchenzüchter hatten einiges dafür getan, damit sich Aussteller und Besucher wohlfühlen konnten, so gab es neben einer Tombola das beliebte „Wurstknobeln“, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und auch die „Rammler-Bar“ hatte geöffnet.

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