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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 14:08 Uhr

Stadtkultur : Lange Nächte mit Niveau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die „4 langen Nächte“ im November bieten 50 Veranstaltungen mit Musik, Kunst, Literatur, Theater und Tanz.

von
erstellt am 17.Sep.2015 | 06:04 Uhr

Eckernförde | Achtung, Depressionsgefahr: Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen in den Keller sinken und der Nieselregen kaum noch Pausen einlegt, drängen erneut die existenziellen Fragen an die Oberfläche: Wieso lebe ich nicht irgendwo, wo es wärmer und trockener ist? Weshalb muss immer ich so viel arbeiten und alle anderen nicht? Und was kann ich tun, um nicht in Selbstmitleid zu versinken?

Auf die ersten beiden Fragen hat die städtische Kulturbeauftragte Andrea Stephan auch keine Antwort. Dafür auf die dritte: Denn an allen vier Wochenenden im November ist in Eckernförde so viel los, dass Schwermut kein Thema mehr sein muss.

Die „4 langen Nächte“ finden mittlerweile zum dritten Mal statt. Im Jahr 2013 hat Andrea Stephan die Kulturreihe aus Kunst, Literatur, Musik sowie Theater und Tanz ins Leben gerufen und damit eine große Resonanz erfahren. „Die Veranstaltungen sind sehr gut angenommen worden“, sagte sie gestern bei der Vorstellung des neuen Programms.

Die erste lange Nacht in diesem Jahr wird am Sonnabend, 7. November, schon am Nachmittag beginnen: Dann nämlich lesen Autoren in der Linie 3 des Stadtbusses aus ihren eigenen Werken. Nur wenig später präsentiert die Gruppe „Unisono“ im Museum ihr neues Live-Hörspiel, während im Ratssaal eine bunte Lesung von Frauen für Frauen abgehalten wird. Ob „Literatten“, die Dostojewskij-Gesellschaft oder Klaus-Dieter Tüxen mit plattdeutschen Geschichten – insgesamt zwölf Lesungen gibt es an diesem Abend.

Ähnlich umfangreich ist das Angebot am folgenden Sonnabend, 14. November. „Musik“ lautet dann das Motto und natürlich dominieren an diesem Abend Konzerte. Von der Harfenmusik über Stimmungsmacher, plattdeutsche Lieder und Neue Musik ist für jeden etwas dabei.

Am 21. November stehen Theater und Tanz im Mittelpunkt. Dazu gehören auch drei Workshops. In ihnen geht es um Musiktheater mit Claudia Piehl und um das Lernen von Flamenco und Salsa. Improvisationstheater, Varieté und Schauspiel stehen auf dem Programm, aber auch schweißtreibende Swing- und Rockabilly-Konzerte.

Bleibt der 28. November als Abschluss mit dem Schwerpunkt „Kunst“: An diesem Tag öffnen unter anderem die Künstler auf der Carlshöhe ihre Türen, ebenso das Buddhistische Zentrum, während die Borbyer Kirche mit einer Licht- und Klang-Installation gefüllt wird. Ein Vortragsessay von Jochem Wolff, und eine Installation der Stipendiatin Sana Ghobbeh aus dem Künstlerhaus – in diesem Abend steckt mit insgesamt 17 Veranstaltungen noch viel mehr.

Bürgermeister Jörg Sibbel wies gestern auf ein wichtiges Merkmal der langen Nächte hin: „Die Leute können an diesen Abenden nicht nur eine Veranstaltung besuchen, sondern in mehrere Angebote hineinschauen.“ Finanziert werden die für die Besucher zumeist kostenlosen Angebote über den Kulturhaushalt. Etwa 20  000 Euro kosten die Stadt die 4 Langen Nächte.

 

 

>Das Programmheft liegt unter anderem im Rathaus, in der Stadtbücherei, der Tourist-Information, dem Spieker, im Haus und im Ostsee Info-Center aus.

 

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