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Kirchensanierung : Landverkauf für Kirchensanierung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Kirchengemeinde Waabs bietet Kirchland an, um mit den Erlösen die notwendige Sanierung der Marienkirche zu finanzieren. Geschätzte Kosten: 480 000 Euro

Waabs | Zur Sicherung des Waabser Kirchenturms und Abwendung von akuten Schäden hatte die Kirchengemeinde Waabs bis Anfang 2015 rund 55  000 Euro aufgewendet (wir berichteten). Doch mit diesen als Sofortmaßnahmen eingestuften Arbeiten samt Planungsarbeiten durch ein Eckernförder Architektenbüro ist die Liste der notwendigen Sanierungen an dem Gotteshaus noch lange nicht abgeschlossen, stellte Hans Heinrich Reinecke, Vorsitzender des Finanzausschusses der Kirchengemeinde Waabs, fest. Rund 480  000 Euro sieht die bisherige Kalkulation an Kosten für die Phase zwei vor.

Um das Projekt zu stemmen, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, ein rund 6000 Quadratmeter großes Kirchengrundstück, ausgewiesen als Bauerwartungsland, zu verkaufen. Zusätzlich hofft die Kirchengemeinde unter Leitung von Pastorin Peggy Kersten auf Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde, aber auch von Förderern und dem Förderverein der Kirche, wie Günther Bothe, Mitglied des Bauausschusses, ergänzte.

Waren zuletzt das Gebälk und das Mauerwerk des Turms der Marienkirche gesichert, der Turmraumboden saniert, die Turmuhr repariert, die Eingänge, die Orgel und die Empore gereinigt worden, so haben die weiteren Untersuchungen der Kirche weitere umfangreiche und notwendige Arbeiten offenbart, um das Gebäude zu bewahren. Hierbei hat der Kirchengemeinderat ein Architekturbüro aus Kiel eingeschaltet, um in der neuen Phase einen anderen Blick auf die Dinge zu erlangen.

Die Arbeiten der zweiten Phase hat der Kirchengemeinderat in zwei Bereiche aufgeteilt. Der erste Bereich steht unter dem Titel „Dach und Fach“, wie Bothe erläuterte. Darunter werden Restarbeiten am Turm, Tragkraftsicherungen am Gebälk im Kirchenschiff, aber auch Abdichtungen im Mauerwerk verstanden. Berechnungen gehen von rund 220  000 Euro Kosten aus, so Reinecke.

Im zweiten Bereich geht es vor allem um die Renovierung von Schäden im Innenraum der Kirche. Darunter fallen Beleuchtung, Putzarbeiten an den Wänden sowie eine Fortsetzung der Freilegung von Fresken im Chorraum, wie Bothe berichtete. „Hier sollen noch mehr Fresken freigelegt werden, um die Fläche abzurunden“, so Bothe weiter. Hinzu kommen Arbeiten an den Fenstern an der Nordseite der Kirche. Die Fenster auf der Südseite waren bereits im Vorjahr im Zuge der Verbesserung des Klima-, Wärme- und Lüftungskonzeptes der Kirche optimiert worden. Die Prüfung des Blitzschutzes sowie ein Blick auf die unmittelbaren Außenanlagen des Gebäudes runden diesen Bereich ab. Hier wird grob mit 260  000 Euro kalkuliert.

Gespräche mit der politischen Gemeinde Waabs, Institutionen und Stiftungen aber auch Förderer seien bereits geführt worden, sagte Reinecke. Und es gäbe auch Anzeichen, in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Details oder Zusagen lägen aber noch nicht vor. Ungeachtet dessen hat sich der Kirchengemeinderat nach langer Beratung entschieden, ein Areal von rund 6000 Quadratmetern zwischen L 26, dem Weg Breeland und dem evangelischen Kindergarten zu verkaufen. „Recherchen ergaben, dass es sich um Bauerwartungsland handelt“, so Reinecke. Der mögliche Verkaufserlös soll ausschließlich zur Sanierung der Kirche verwendet werden, so der Finanzausschussvorsitzende weiter. Dem möglichen Verkauf zugestimmt habe der Kirchenkreis bereits, seine Bedingung: Die Kirchengemeinde organisiert den Verkauf in Eigenregie, so Reinecke. Das Areal wird über den Weg Breeland an die L 26 erschlossen. Der Weg gehört zum Verkaufsangebot dazu. Potentielle Käufer können der unverbindlichen Angebotsaufforderung der Kirchengemeinde nachkommen und sich an Pastorin Peggy Kersten wenden. Ziel des Kirchengemeinderates ist es im ersten Quartal 2016 mit den notwendigen Arbeiten an der Marienkirche zu beginnen.

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erstellt am 01.Dez.2015 | 17:48 Uhr

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