JUBILÄUM : Landfrauenverein: 70 Jahre und sehr aktiv und modern

Vertreten die Landfrauen Eckernförde im Verein, die Vorstandsmitglieder(v.l.): Ilse Wohlert, Barbara Schmidt, Hilde Schlotfeldt, Heidi Dohm, Monika Teichmann-Schindler, Heike Boller, Ingrid Mohr, Erika Vosgerau, Beate Burkert und Ruth Schröder.
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Vertreten die Landfrauen Eckernförde im Verein, die Vorstandsmitglieder(v.l.): Ilse Wohlert, Barbara Schmidt, Hilde Schlotfeldt, Heidi Dohm, Monika Teichmann-Schindler, Heike Boller, Ingrid Mohr, Erika Vosgerau, Beate Burkert und Ruth Schröder.

Die Landfrauen feierten am Sonnabend mit Musik und Grußworten ihr 70-jähriges Bestehen in der Stadthalle. Die nächste Mehrtagesfahrt geht 2018 nach Schottland.

shz.de von
27. März 2017, 05:43 Uhr

Eckernförde | Was vor 70 Jahren mit zwölf engagierten Eckernförderinnen begann, hat sich mittlerweile zu einem Verein mit 290 Frauen aus Eckernförde und Umgebung entwickelt: Der Landfrauenverein feierte am Sonnabend sein 70-jähriges Bestehen. Entsprechend groß war die Schar der Gratulanten und Ehrengäste, die sich anlässlich des 70. Gründungstages am Sonnabendmittag in der Stadthalle einfanden.

Am 1. Februar 1947 wurde der Verein in der ehemaligen Landwirtschaftsschule (Backsteingebäude der heutigen Pestalozzischule) an der Reeperbahn gegründet. Damals wie heute stehen die Belange von Frauen im Mittelpunkt. Unter dem Leitbild „Mitmachen-Mitreden-Zuhören-Feiern-Lachen-Abschalten und Auftanken“ gehören heute 290 Frauen aus Eckernförde und Umgebung dem Verein an. Rund 160 nahmen an der Jubiläumsfeier teil. Heike Boller, seit 2014 erste Vorsitzende, freute sich über das rege Interesse und die in der letzten Zeit wieder angestiegene Mitgliederzahl. „Durch den demografischen Wandel oder durch Umzug bedingt war die Mitgliederzahl etwas gesunken, was sich aber nun wieder relativiert. Anlässlich des 70. Geburtstages unseres Vereins freuen wir uns über weitere neue Frauen in unseren Reihen, die – sofern sie sich bis zum 30. Juni bei uns anmelden – für 2017 beitragsfrei gestellt werden“, sagte Boller.

Dass der Landfrauenverein viel mehr zu bieten hat als nur den Austausch von Kochrezepten weiß Heidrun Passau. Die Eckernförderin ist seit 20 Jahren Mitglied im Verein ist und schätzt besonders die Aktivitäten: „Gern nehme ich das interessante Vortragsangebot in Anspruch“ so Passau. Aber nicht nur Vorträge gehören zum Programm, auch Fahrten sind ein fester Bestandteil. Für die Mitglieder hatte die erste Vorsitzende gleich zu Beginn die erste Geburtstagsüberraschung parat: Die Mehrtagesreise führt die Landfrauen im nächsten Jahr nach Schottland.

Zu den Gratulanten gehörte Petra Poethke vom Präsidium des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein, die besonders das große ehrenamtliche Engagement der Eckernförderinnen würdigte. Bürgervorsteherin Karin Himstedt schloss sich den Glückwünschen an: „Wir gratulieren heute einer älteren, rüstigen Dame, die es im Verbandsleben weit gebracht hat.“ Sie betonte die Bedeutung der ehrenamtlichen Leistung der schleswig-holsteinischen Landfrauen, die in 176 Ortsvereinen organisiert sind: „Ohne Ehrenamt wäre es schlecht bestellt für Eckernförde und das Umland.“

Klaus-Peter Lucht vom Kreisbauernverband Rendsburg-Eckernförde betonte die Unterstützung der Landfrauen in wesentlichen Landwirtschafts-Krisen der vergangenen Jahre. Mit Blick auf die BSE-Krise und die in den vergangenen Jahren negative Milchpreisentwicklung sagte er , dass „die Landfrauen den Bauern stets mit vielfältigen Aktivitäten zur Überwindung der Probleme zur Seite standen.“ Als positives Beispiel nannte Lucht die Unterstützung der Eckernförder Landfrauen beim Ernteumzug, der jährlich Ende September am Hafen stattfindet und ein positives Aushängeschild für die Landwirtschaft darstelle.

Annelore Erdmann, Vorsitzende von 2006 bis 2014, sagte: „Die ersten Aufgaben und Ziele des Vereins waren und sind noch heute Geselligkeit, Fortbildung, Wohnen und Küche, Hof und Stall, Kultur und Geschichte, Gesundheit und Altersvorsorge, Kochen und Nähen, aber auch das Bewältigen von Tagesproblemen.“ Sie berichtete sowohl von den Gründungen der Landfrauenvereine Gettorf, Hüttener Berge und Schwansen und von den ersten Reisen an den Lago Maggiore oder in die Schweiz als auch von den wichtigen Fortbildungsangeboten, die den Einstieg in eine berufliche Unabhängigkeit bedeuteten und stellte fest: „Immerhin kommen heute drei Viertel aller Mitglieder aus dem nicht-landwirtschaftlichen Bereich.“ Als Geburtstagsüberraschung folgten ein musikalisches Potpourri der Band „Red Scorpions“ von der Peter-Ustinov-Schule und eine tänzerische Einlage der Ballettschule Helmke Frenzel.


 

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