Land unterstützt Siesebyer Kirche

Kulturministerin Anke Spoorendonk (3. v. l.) überreicht Pastorin Kirsten Erichsen (2. v. l.)den Förderbescheid für die Sanierung derKirche – sehr zur Freude von Arneke Kellingshusen (.
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Kulturministerin Anke Spoorendonk (3. v. l.) überreicht Pastorin Kirsten Erichsen (2. v. l.)den Förderbescheid für die Sanierung derKirche – sehr zur Freude von Arneke Kellingshusen (.

Kulturministerin Anke Spoorendonk überreicht Förderbescheid von 95 100 Euro für Innensanierung / Propst Funck betont gute Zusammenarbeit

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06. Juni 2015, 04:55 Uhr

Die Sonne schien, so dass die Kirche zu Sieseby trotz der Gerüste und der Bauarbeiten sich von ihrer besten Seite präsentierte, als sie gestern Vormittag ministeriellen Besuch erhielt. Auf Einladung des Kirchengemeinderats stattete Kulturministerin Anke Spoorendonk einen Besuch ab. In dieser Eigenschaft hatte sie für dessen Vorsitzende, Pastorin Kirsten Erichsen, eine gute Nachricht im Gepäck. Für die bevorstehende Innensanierung der Kirche überreichte die Ministerin Pastorin Erichsen einen Förderbescheid von 95100 Euro. Das Geld stammt aus dem Investionsprogramm Kulturelles Erbe des Landes, das für 2015 ein Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro aufweist.

„Die Kirche in Sieseby ist ein Teil unseres kulturellen Erbes in unserem Land“, begründete die Ministerin die Förderung des Sanierungsvorhabens, das im März begonnen hat. Wie viele andere Kirchen im Land sei sie eine Perle, die die Einmaligkeit des Ortes unterstreiche. Kriterien für die Förderfähigkeit des Vorhabens waren die Bedeutung der Kirche als Kulturdenkmal und für die Identität des Ortes. Zugleich belege die Förderung die Wertschätzung des Landes für das Dorf, das im Jahre 2000 als erstes schleswig-holsteinisches Flächendenkmal ausgewiesen wurde und ein großer Anziehungspunkt für Touristen darstelle, so Spoorendonk.

Die Gesamtkosten der großangelegten Sanierung (wir berichteten) belaufen sich auf 595000 Euro. Der Zuschuss des Landes wird ausschließlich für die Innensanierung (Deckenmalereien, Gewölbe, Glockenstuhl und Turmuhr) gewährt. 320  000 Euro stammen aus dem Baufonds des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde – sie werden für die Fassadenarbeiten und die Sanierung des Dachstuhls verwendet. Propst Sönke Funck wies im Falle der Siesebyer Kirche auf die gute Zusammenarbeit von Kirche und Politik hin: „Dieses Projekt zeigt, wie sehr es eine gemeinsame Aufgabe ist“, sagte Funck. Gotteshäuser seien nicht nur eine kirchliche Angelegenheit, sondern spielten eine prägende kulturelle und geistliche Rolle im Land. Die Restsumme bezahlt die Kirchengemeinde Sieseby, die aus diesem Grund stets für eine Spende dankbar ist. Zuschüsse haben auch die umliegenden politischen Gemeinden gewährt.

Vor der Übergabe des Förderbescheids besichtigte die Kulturministerin unter Führung des Architekten Filip Fröhler die Kirche. Dabei war unter anderem auch die Europaabgeordnete Ulrike Rodust, selbst Mitglied der Kirchengemeinde Sieseby. Sie habe sich sehr gefreut, als seinerzeit die Bauausschussvorsitzende des Kirchengemeinderats, Arneke Kellinghusen, anrief und um Unterstützung bat, berichtete Rodust. Sie selbst habe dann Anke Spoorendonk informiert. „Das hier ist ein sehr gutes Beispiel, wie Zusammenarbeit funktionieren kann“, erklärte denn auch die Ministerin die vergleichsweise schnelle Förderung. Als Dank für ihren Einsatz überreichte Pastorin Kirsten Erichsen sowohl Spoorendonk als auch Rodust ein Buch über die Kirchen im Kirchenkreis. Der Besuch der Ministerin war vorläufig der letzte – ab sofort ist die Kirche geschlossen. Gottesdienste finden in Gastkirchen statt (wir berichteten), die Glocke wird nicht mehr läuten. Zu Weihnachten hofft Pastorin Erichsen wieder in Sieseby predigen zu können.

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