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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 09:20 Uhr

Lärmpegel verleidet Mittagessen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 14:34 Uhr

Eine Liste mit 36 Unterschriften übergab Andrea Gottschalk am Dienstag im Schulausschuss, um dem Ruf nach einer Verbesserung der Akustik im Saal 3 des Gemeindezentrums Nachdruck zu verleihen. Bei den Haushaltsberatungen waren die dafür vorgesehenen 10 000 Euro gestrichen worden (wir berichteten), so dass die Kinder nach wie vor unter der Lautstärke beim Mittagessen leiden.

85 Dezibel seien gemessen worden, ab 80 Dezibel schreibe die Arbeitsstättenschutzverordnung das Tragen von Gehörschutz vor, macht Gottschalk deutlich. Die Kinder klagten über Kopfschmerzen und seien nach dem Essen unkonzentriert. „Wir bitten um Abhilfe“, appellierte Gottschalk an die Ausschussmitglieder.

Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) räumte ein, dass es mit Geräuschen verbunden sei, wenn 55 Schüler im Saal 3 des Gemeindezentrums zu Mittag essen würden. Die Akustik dort sei schlecht, „da beißt die Maus keinen Faden ab“, so Ehrich weiter. Das Einziehen einer Akustikdecke sei aus Kostengründen verworfen worden. Deshalb sei getestet worden, ob es weniger geräuschvoll ist, wenn im Saal gegenüber gegessen wird. Die Hoffnung wurde nicht erfüllt, dazu kam, dass diese Lösung deutlich mehr Aufwand bedeuten würde, da in dem Saal keine Tische und Stühle stehen und sie für das Essen auf- und anschließend wieder abgebaut werden müssten. Da das Essen maximal eine halbe Stunde in Anspruch nehme, falle es ihm schwer, die Kopfschmerzen auf den Lärmpegel zurückzuführen, merkte Ehrich an, sagte jedoch zu, dass es im März einen Termin mit einer Sicherheitsfachkraft zum Thema geben wird. „Wir haben verschiedene Ansätze, aber noch keine Lösung.“

Antje Hirschfeld (AWG) regte an, eine Lärmschutzampel zu mieten, die den Kindern mit Farben signalisiert, wenn sie zu laut sind. Das sei sehr effektiv, so Hirschfeld. Katharina Zitscher (CDU) sprach sich dafür aus, die Kinder mehr zu disziplinieren. Fraktionskollegin Dr. Heide König gab zu bedenken, dass man differenzieren müsse zwischen Lärm und Schall. Weiter regte sie an, nach einem anderen Ort für das Mittagessen zu suchen.

Im nächsten Schulausschuss vor den Sommerferien wird das Thema erneut behandelt.

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