Kutter „Christa“ steht zum Verkauf

Die „Christa“ liegt an der Pier und steht zum Verkauf.
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Die „Christa“ liegt an der Pier und steht zum Verkauf.

Gerald Schwarz (58) hört nach 40 Jahren als Berufsfischer auf

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23. Oktober 2018, 18:37 Uhr

40 Jahre ist Gerald Schwarz als Fischer zur See gefahren. Die „Christa“ war sein zweites Zuhause. Nun hat der 58-Jährige die Berufsfischerei an den Nagel gehängt. Zu viel Bürokratie, zu viele Events am Hafen, zu viele Auflagen und eine Fischereipolitik mit rückläufigen Quoten und ständigen Kontrollen, die ihm seinen Beruf verleidet haben. Gerald Schwarz wird sich bis zur Rente eine andere Beschäftigung suchen müssen.

Seine „Christa“, Baujahr 1946, liegt noch im Hafen. Schwarz hat sie noch einmal schön gemacht. Schneeweiß gestrichen ist die alte Dame noch einmal richtig aufgeblüht. Und die inneren Werte? „Alles gut in Schuss“, sagt Gerald Schwarz, „da ist kaum noch eine Planke original“, mit anderen Worten: Er hat seinen Kutter immer gepflegt. Angetrieben wird die „Ecke 3“ von einem V10-Mercedes-Diesel mit 300 PS, es gibt drei Kojen, die notwendige Technik und einen Ölofen an Bord, die Netze sind auch noch da. Nur die Zulassung als Fischkutter ist erloschen – Schwarz hat die „Christa“ im Seeschiffsregister streichen lassen. „Ideal als Tauch-, Verkaufs- oder Freizeitmotorboot“ preist er stattdessen seinen Kutter an, den Preis gibt’s auf Anfrage.

Interessenten, ja, die gibt es. Doch es gibt auch „utopische Vorstellungen“ von der Nutzung so eines Arbeitsschiffes, „das nun mal keine Yacht oder ein Wohnmobil auf See ist“, sagt Gerald Schwarz. Nach seinem Ausscheiden ist die Zahl der Eckernförder Berufsfischer auf vier gesunken.

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