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Angeregter Austausch : Kurzer Draht zum Landrat

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer machte bei seiner Ämterbereisung Halt in der Gemeinde Altenholz

Altenholz | Den Wunsch der Gemeinde, die Kfz-Zulassungsaußenstelle zu erhalten, die Hoffnung auf Fördermittel zur Finanzierung neuer Kita-Plätze und ein Lob für die Informationspolitik zur Bewältigung der Flüchtlingskrise im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Das ist es, was Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer aus dem Gespräch mit der Gemeinde Altenholz mit nach Rendsburg nimmt. Im Zuge der Ämterbereisung machte er am Montag zum vierten Mal Halt in Altenholz.

Der Landrat zeigte Verständnis für die vorgetragenen Wünsche, Zusagen machte er jedoch keine. „Es ist ein guter Austausch gewesen“, meinte den-noch Bürgermeister Carlo Ehrich nach Abschluss der Gespräche. Bürgervorsteher Wolfgang Weiß sprach von vertrauensvoller und verlässlicher Zusammenarbeit, auch aus Sicht der Selbstverwaltung. „Es bewährt sich, persönlich ins Gespräch zu kommen, bevor etwas zum Problem wird“, bestätigte Schwemer. Wirtschaftliche Gründe bewegen den Kreis dazu, über die Zukunft der Kfz-Zulassungsaußenstellen in Alten-holz, Eckernförde und Hohenwestedt nachzudenken. „Wir sind nach wie vor der unwirtschaftlichste Kreis“, betonte der Landrat mehrfach. Die Gemeinde Altenholz aber möchte ihre Außenstelle behalten, um Bürgern weitere Wege zu ersparen und Arbeitsplätze zu erhalten. Der Hauptausschuss des Kreises habe jetzt einen Bericht angefordert, teilte der Bürgermeister mit. Auch zur Zahl der Geschäftsvorfälle pro Planstelle. „Es ist nun Aufgabe, Klarheit in die Zahlen, Daten und Fakten zu bekommen“, erklärte der Landrat. Er kündigte an, gemeinsam mit den Bürgermeistern der drei betroffenen Standorte bis einschließlich Februar eine Lösung erarbeiten zu wollen, die Wirtschaftlichkeit im Fokus unter Berücksichtigung der Kundenorientierung mit maximaler Entfernung.

Leer ausgegangen ist die Gemeinde Altenholz, was die Zuschüsse vom Kreis zur Schaffung neuer Kita-Plätze angeht. Ehrich verwies auf die Richtli-nie, dass jeder neu geschaffene Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahre mit 22  000 Euro bezuschusst werde. Altenholz möchte fünf solcher Gruppen schaffen, zwei in Stift und drei in Klausdorf. Der Kreis hat 2,8 Millionen Euro an Zuschüssen nach dem Windhundverfahren vergeben. Wer zuerst beantragte, der bekam zuerst. „Wir müssen als Kreis selbstkritisch sagen, dass wir nicht mit so vielen Anträgen gerechnet haben“, räumte der Landrat ein. Man werde das zum Anlass nehmen, es zukünftig anders zu machen. Mit Glück könnte Altenholz noch in die Förderung kommen, wenn eine andere Gemeinde zurückzieht. Da zunehmend auch Flüchtlingskinder Ansprüche auf Betreuungsplätze erhielten, gelte es nach Ansicht des Kreises eine Strategie zu entwickeln, Bund und Land stärker in die Pflicht zu nehmen.

Lob erhielt der Kreis für seine Informationspolitik zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Alle vier Wochen gebe es Info-Gespräche. „Wir haben 80 bis 100 Flüchtlinge pro Tag weiterzuleiten“, machte Schwemer die Herausforderung in all ihren Facetten deutlich. Die Gemeinden seien gefordert, Wohnraum zu schaffen. Nicht jede sei jeden Tag in der Lage, Flüchtlinge aufzunehmen. Hier werde versucht, auf Wünsche Rücksicht zu nehmen. Altenholz denke darüber nach, in Kooperation mit der Stadt Kiel, eine geeignete, vernünftig zu erschließende Fläche für 100 Container bereitzustellen, teilte der Bürgermeister mit. Doch darüber sei im Bauausschuss noch zu diskutieren.

„Unser Ziel ist, den Rhythmus, alle zwei Jahre persönlich zu sprechen, beizubehalten“, kündigte Dr. Rolf-Oliver Schwemer abschließend an. „Dadurch entwickeln wir ein Gespür, was vor Ort wichtig ist.“

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