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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 22:35 Uhr

KfZ-Zulassung : Kurze Wege zur KfZ-Zulassung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viel zu tun gibt es vor dem Jahreswechsel in der KfZ-Zulassungsstelle in Altenholz. Dienstleister und Nutzer hoffen auf einen Fortbestand der Behörde.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 16:14 Uhr

Auto anmelden, abmelden oder ummelden mit oder ohne Halterwechsel? Kurzzeitkennzeichen, Saisonkennzeichen, Ausfuhrkennzeichen, Oldtimerkennzeichen oder ein bestimmtes Wunschkennzeichen? Oder doch nur eine Namensänderung in den Papieren eintragen lassen? Dies und vieles mehr rund ums Kraftfahrzeug erledigen die Mitarbeiter der kleinen Zulassungsstelle im Altenholzer Gewerbegebiet Lehmkaten, neben Eckernförde und Hohenwestedt eine Außenstelle der Rendsburger Zulassungsstelle des Kreises.

Und nicht nur im Auftrag des Kreises Rendsburg-Eckernförde werden die Mitarbeiter tätig. Auch mit der Stadt Kiel hat die Gemeinde Altenholz einen Vertrag, durch den Altenholz auch Außenstelle der Kieler Zulassungsstelle ist, was rund 25 Prozent der Arbeit ausmacht. Zu tun gibt es reichlich. „Bis einschließlich Oktober hatten wir in diesem Jahr 19  885 Vorgänge, die Kiel betrafen und 69  974 für den Kreis Rendsburg-Eckernförde“, sagte Martin Kröger, Teamleiter in der Zulassungsstelle. Allein im Dezember waren es bis einschließlich dem 21. des Monats 141 Händler mit 599 Vorgängen sowie 730 Privatpersonen, deren Besuch üblicherweise lediglich ein Fahrzeug betrifft, wodurch die Zahl der Vorgänge identisch ist. Die Kunden kommen aus dem ganzen Wohld, aus dem weiteren Kreisgebiet sowie aus Kiel und zum Teil sogar Händler aus dem Kreis Plön. Die Mehrzahl der Händler lassen in Altenholz alle Fahrzeuge, sowohl aus Kiel als auch aus dem Kreis, bearbeiten.

Verständlich, dass die Absicht des Kreises, die Außenstellen zu schließen, bei allen auf Unverständnis stößt. So auch bei Dennis Schembach, Angestellter eines Autohauses und täglich als Kunde in der Altenholzer Zulassungsstelle. „Wenn hier geschlossen wird, müssten wir täglich nach Rendsburg oder nach Kiel fahren, da unsere Kunden aus beiden Gebieten kommen“. Da sowohl Zeitaufwand als auch die Kosten um einiges steigen würden, wäre vermutlich die Beauftragung eines Zulassungsdienstleisters die Folge. Deshalb ist Dennis Schembach – wie wohl alle Kunden, ob Händler oder Privatpersonen – ganz klar der Meinung: „Die Außenstelle sollte auf jeden Fall erhalten bleiben. Für uns wäre das sehr wichtig“.

Aufgrund einer Erhebung, bei der die Fallzahlen und Anzahl der Mitarbeiter in Bezug gesetzt werden, liegt der Kreis Rendsburg-Eckernförde im unteren Bereich, weshalb er die Außenstellen gerne aufgeben möchte – auch wenn es für die Betroffenen nachteilig ist. Im Mai kommenden Jahres soll das Thema laut Martin Kröger auf einer Sitzung beim Kreis wieder auf der Agenda stehen.

Altenholz´ Bürgermeister Carlo Ehrich gibt sich optimistisch. „Ich glaube nicht, dass die Zulassung geschlossen wird“, ist er überzeugt. Und wenn wider Erwarten doch; wie geht es dann für die betroffenen Mitarbeiter weiter? „Dann müsste personell in Rendsburg aufgestockt werden und ich erwarte, dass unsere Mitarbeiter dann eine Arbeitsplatzgarantie vom Kreis bekommen und in Rendsburg eingesetzt werden“, so Ehrich. Und eventuell ließe sich die Altenholzer Zulassung in kleinerer Form als Kieler Außenstelle weiter betreiben.

Aber noch gibt es sie, die kleine Zulassungsstelle im Gewerbegebiet Lehmkaten. Und wenn es nach dem Willen der Kunden, der Mitarbeiter und des Bürgermeisters geht, wird dort auch zukünftig reger Andrang herrschen.


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