zur Navigation springen

Kurswechsel in der CDU: Das Kino soll am Bahnhof entstehen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 31.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Die CDU hat sich nach eingehender Beratung von ihrem favorisierten Kino-Standort Willers-Jessen-Schule verabschiedet und sich für einen Kino-Neubau am Bahnhof entschieden. Das gaben die Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt, Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Jochen Hillers gestern bekannt. Ausschlaggebend für den Kurswechsel seien vergabe- und beihilferechtliche Probleme gewesen, die nach intensiver Prüfung durch die Verwaltung nicht auszuräumen gewesen seien. Zudem wäre der Standort Willers-Jessen-Schule nicht ohne finanzielle Beteiligung und Risiken für die Stadt realisierbar gewesen. Auch eine vertiefende Prüfung hinsichtlich von Fördermitteln und alternativen Finanzierungsmöglichkeiten hätte zu dem einmütig gefassten Beschluss in der CDU-Fraktion geführt, erklärten Heldt, Himstedt und Hillers. „Deshalb mussten wir uns leider vom ’Kino der Herzen’ verabschieden“, bedauerte Heldt, die der Verwaltung für die Erarbeitung der Entscheidungsgrundlagen dankte. Darin eingeschlossen war der Dank an Kinobetreiber Ralf Thomsen, der das Projekt Willers-Jessen-Schule angehen wollte und das Sommerkino nach Eckernförde gebracht hat.

Der Blick der CDU ist nun auf die Verwirklichung eines attraktiven Kino-Standort am Bahnhof gerichtet. „Mit einem Kino-Neubau am Bahnhof könnte ein modernes Entree in die Stadt geschaffen und städtebaulich ein südlicher Gegenpol zur Hafenspitze und Nooröffnung im Norden geschaffen werden, betonten Heldt und Himstedt. Erfreulich sei, dass die Verhandlungen über einen Verkauf des Bahnhofsgelände an die Stadt schon weit gediehen seien und sich eine Einigung mit der Bahn abzeichne. „Anfangs hatten wir erhebliche Zweifel, jetzt große Hoffnung“, sagte die Bürgervorsteherin.

Auch die Kinoplanungen hätten sich konkretisiert. Gleichwohl spricht sich die CDU aufgrund der besonderen Lage und Bedeutung des Projekts und im Sinne einer bestmögliche Architektur für einen Gestaltungswettbewerb aus. Auch müsse das CIMA-Einzelhandelsgutachten fortgeschrieben werden, um die Verträglichkeit der zusätzlichen Einzelhandelsflächen mit dem vorhandenen Einzelhandel in der Innenstadt abgleichen zu können.

Für einen Kino-Standort Gartenstraße kann sich die CDU indes nicht erwärmen. Es handle sich dort um die letzte, größere Freifläche in der Innenstadt, die man sich nicht verbauen wolle. Zudem sei das Konzept längst noch nicht ausgereift, zu viele Interessen unter einen Hut zu bringen und die finanziellen Auswirkungen unklar. Für die Willers-Jessen-Schule müsse jetzt zügig ein Nutzungskonzept entwickelt werden. Den kursierenden Wünsche, daraus ein Bürger- und Kulturzentrum zu machen, begegnet die CDU eher skeptisch. Es müsse eine Lösung gefunden werden, die die Kieler Straße belebt und attraktiv in Szene setze und von der Stadt auch kostenmäßig zu vertreten sei.

Die CDU hoffe im Sinne einer zügigen Umsetzung der Kinopläne auf eine schnelle Entscheidung der anderen Fraktionen und Gremien. Eine Entscheidung könne bereits in der Novembersitzung der Ratsversammlung erfolgen, wenn der Bau- und Finanzausschuss noch im September in einer gemeinsamen Sitzung die Entscheidungsgrundlagen lieferten, so Himstedt. Dann könnten die Planungsverfahren und Verhandlungen parallel erfolgen und dazu beitragen, auch im Hinblick auf Green Screen möglichst innerhalb der nächsten drei Jahre ein neues Kino am Bahnhof zu eröffnen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen