Frühlingsmarkt im Gettorfer Tierpark : Kunterbuntes nicht nur für die Osterzeit

Viel los war an den Ständen im Gettorfer Tierpark. Die Besucher schauten nach Dekorationsideen nicht nur für die Osterzeit.
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Viel los war an den Ständen im Gettorfer Tierpark. Die Besucher schauten nach Dekorationsideen nicht nur für die Osterzeit.

Frühlingsmarkt im Gettorfer Tierpark mit Kunsthandwerk / Erlös erlaubt Tierpark und Förderverein neue Projekte

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27. März 2017, 06:11 Uhr

Gettorf | Astrid Wepel (53) aus Nortorf ist zusammen mit Ihrer Mutter Helga Wegner (75) zum ersten Mal als Ausstellerin beim Kunsthandwerkermarkt in der Reithalle des Tierparkes Gettorf dabei. Gemeinsam stehen sie hinter einem Ladentisch mit einer unübersehbaren Menge an Socken in allen Farben und Größen, die sie selbst gestrickt haben. Wie viel es genau sind wissen sie nicht. Auch wenn sie ihre Unikate paarweise verkaufen, zählen sie für sich selbst eher nach Kisten. „Da stehen auch noch einige unter dem Ladentisch,“ verrät Astrid Wepel, „aber 250 Paar sind es bestimmt“. Während auf dem Tisch die Socken liegen, hängen oben fröhliche Fensterbilder aus Tonkarton in einer großen Auswahl. Mit dem Geschäft sind die beiden zufrieden und wollen wieder kommen.

Insgesamt sind es etwa 30 Aussteller, die in der Reithalle des Tierparkes Platz finden. Oster-Deko in allen Varianten, Kinderklamotten, Selbstgestrickte Socken, Schmuck, Holzspielzeug, Floristik, Glückwunschkarten, selbstgemachte Marmelade und Honig… – Die Vielfalt macht es auch bei diesem Frühjahrsmarkt.

Großes Gedränge gab es am Stand des Kirchbauvereins in Gettorf. Hannelore Struve verkaufte dort handbemalte Gänse- und Enteneier, die eine Frau aus der Kirchengemeinde dem Verein vererbt hatte. Nach wenigen Stunden waren die vielen Ostereier an die Frau gebracht und sie konnte ihren Stand wieder abbauen.
Seit 2007 kommt das Ehepaar Nagel aus Selk zu den Kunsthandwerkermärkten nach Gettorf. Schöne selbstgemachte Holzarbeiten ziehen viele Besucher an. Darunter sind auch Sammler, die sich jedes Jahr ein oder zwei Stücke kaufen, die zu einer größeren Gruppe gehören. Im Frühjahr gehört der Schäfer mit seinen Schafen zweifellos dazu.

Helga (78) und Paul Hübner (79) aus Bordesholm wissen es nicht mehr genau, wie lange sie schon zu den Kunsthandwerkermärkten nach Gettorf kommen. Zehn bis 15 Jahre mögen es sein. Seitdem hat sich viel verändert. „Früher haben sich die Besucher intensiv alle Stände angeschaut. Jetzt laufen sie durch die Halle,“ sagt Helga Hübner. Der Umsatz sei dennoch stabil geblieben. Helga Hübner bastelt seit 30 Jahren. Angefangen hat die frühere Buchbinderin mit Serviettenringen aus Buchleinen, die sie mit kleinen Keramik-Blümchen verziert hat. Ein Produkt, was sonst niemand herstellt. Die Serviettenringe werden bis heute gern gekauft. Das Sortiment hat sich seitdem ständig erweitert. An diesem Wochenende sind sie mit einem großen Sortiment an Oster-Deko mit dabei. Ihr Mann unterstützt sie beim Schleifen von Teilen und beim Auf-und Abbau des Standes. Die Dekupiersäge bedient sie aber selber. Die Keramik-Teile stellt eine Freundin für sie her.

Fast schon legendär ist das Kuchenbüffet. Selbstgemachte Kuchen sind ein Teil des Standgeldes für die Aussteller und bei den Besuchern sehr begehrt. Es soll sogar Kunsthandwerkmuffel geben, die ohne nach links und rechts zu schauen, zielgerichtet das Kuchenbüffet am hinteren Ende der Halle ansteuern und dann mit einem großen Kuchenpaket unter dem Arm wieder verschwinden.

Veranstaltet werden die Kunsthandwerkermärkte in der Reithalle des Tierparkes seit 22 Jahren vom Verein „Freunde des Tierparkes Gettorf“. Der Verein möchte damit für den Tierpark und sich selbst werben. Der Reinerlös des ehrenamtlich organisierten Marktes fließt in Projekte des Vereines und des Tierparkes.  

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