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Altenhofer Herbst : Kunsthandwerk von Mutter Erde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Altenhofer Herbst wartet mit 150 Ständen auf dem Gutshof auf. Eine Wiederholung im nächsten Jahr schließt Veranstalter Yves Morel nicht aus.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 06:48 Uhr

Die „Herbstzeit Hohenhain“ in Schwedeneck hätte ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert, doch aufgrund der fehlenden gut befahrbaren Parkflächen wich der Veranstalter auf das Gut Altenhof aus. Die historischen Gebäude rund um den Gutshof, Handwerkskunst, Antiquitäten und nicht zuletzt das schöne Wetter sorgten für entspannte Atmosphäre beim Altenhofer Herbst.

Es gab kein Geschiebe und Gedränge, da sich die Besucher auf dem weitläufigen Gelände gut verteilten. An rund 150 Ständen gab es viel zu sehen und für jeden Geschmack etwas. „Ich bin begeistert“, stellte Veranstalter Yves Morel fest. „Wir haben nicht nur den Kern der Hohenhainer hier, sondern auch viele Aussteller, die bisher auf dem Weihnachtsmarkt in Altenhof vertreten waren.“ Blumenzwiebeln, selbstgemachte Marmeladen, Liköre oder Dips, Gewürze, Holzarbeiten, Gebasteltes, Strickwaren, Gemälde, Porzellan oder Accessoires – die Auswahl war groß. Hannelore Rabe aus Osdorf und Hildegard Lai aus Noer hätten sich vom Sonnenschein lenken lassen und besuchten den Herbstmarkt zum ersten Mal. Die Geschwister freuten sich besonders, den Stand der „Naturdekorationen aus aller Welt“ wiederzusehen. „Wir haben dort schon etwas auf dem Kunstmarkt in Eckernförde gekauft. Das war aber viel zu wenig“, berichtete die Osdorferin. „Es ist wunderbar für den Advents- oder Weihnachtsschmuck. Jetzt werden wir noch einmal ordentlich zuschlagen.“ Standbetreiber Andreas Mahn freute sich über die Stammkundschaft, die sich für seine Akazienschoten, Cardonblüten, Geweihzapfen oder Kokosschalen interessierte. „Es muss nicht immer alles teuer sein, was schön ist. Dies ist Kunsthandwerk, das Mutter Erde uns zur Verfügung gestellt hat.“ Auch Martina und Christoph Kranig ließen sich inspirieren und kauften ein. „Eigentlich haben wir alles in Haus und Garten, aber neue Ideen sind immer gut“, sagte der Looser. „Wenn man Kunst liebt, dann ist man hier genau richtig.“ Dem kann seine Frau nur zustimmen: „Wir gehen gerne auf Märkte, aber dieser ist ein Highlight. Es sind sehr anspruchsvolle Aussteller dabei.“

Caroline und Ruth-Martina Vogt taten sich am Stand der Naturseifen schwer, bevor sie sich für je ein Stück Grapefruit, Orange, Pflaume, Honig und Schokolade entschieden. „Sie riechen alle so gut“, stellten die Flemhuderinnen fest. „Dass sie ganz toll sind, wissen wir aus Erfahrung.“ Aus pflanzlichem Glycerin, Ölen und Lebensmittelfarben, sowie je nach Duftrichtung Blütenblättern, Haferflocken oder Bienenwaben würden die Seifen hergestellt werden, erklärte Standbetreiberin Margarete Fey. „Wir schneiden die Stücke frisch vom Block. Es ist wie früher: 50 Gramm hiervon und 100 Gramm davon.“

Ob es eine Wiederholung des Altenhofer Herbstes geben würde, stünde noch in den Sternen. „Wir haben natürlich in Altenhof den Vorteil, dass der Hof nicht mehr in Betrieb ist“, sagte Morel. „In Hohenhain müssen wir immer erst die Trecker aus den Scheunen fahren und das Korn verkaufen. Hier steht alles leer.“ Dennoch wolle man sich bemühen, an dem alten Standort geeignete Parkflächen zu schaffen. „Vielleicht gibt es ja in Zukunft zwei große Herbstmärkte in der Region.“
 

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