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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 15:08 Uhr

Kunst zwischen Fotografie und Malerei

vom

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Louisenlund | Es sind nicht die Schnappschüsse, die Alf Hermann ab morgen im Foyer der Kunst- und Kulturhalle in Louisenlund zeigt. Der Historiker sucht immer das Schöne in der Kunst, die Ästhetik, manchmal auch das Kitschige. "Flächen und Strukturen" heißt seine erste Fotoausstellung, die bis zum 6. Oktober zu sehen sein wird. 55 Fotografien zeigt Hermann, Aufnahmen aus allen Ecken der Welt. Doch dass es sich bei den klein- und großformatigen Motiven um Fotografien handelt, wird erst beim genauen Hinsehen deutlich. Durch die gewollte Unschärfe seiner Bilder kommt das Malerische zum Vorschein. Die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei scheinen sich aufzulösen.

"Bisher konnte ich den Verlockungen der Bildbearbeitung am Computer widerstehen", sagt Hermann. Die Effekte versuche er beim Fotografien entstehen zu lassen. "Durch übermäßige Vergrößerung der Hintergrundausschnitte werden diese unscharf", erläutert Hermann, warum seine Bilder wie Aquarelle oder Ölgemälde erscheinen.

Schon als Student erhielt Hermann von einem Münchener Verlag den Auftrag, in Ägypten und Griechenland archäologische Fotos für die Archive amerikanischer Studenten zu fertigen. Seither hat der heute 73-jährige Pädagoge dem Fotografieren von Kunstwerken unter Berücksichtigung eigenwilliger Betrachter-Perspektiven besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Beginn der Vernissage ist um 19 Uhr. Franck Blady wird den Abend einleiten. Für die musikalische Untermalung sorgt Ludmila Leipson, die Werke von Eric Satie spielen wird. "Er gilt als Wandler zwischen den Welten", sagt Hermann und meint die musikalischen Grenzgänge Saties zwischen Jazz und Klassik. Auch diese Gradwanderung zwischen den Künsten - Malerei und Fotografie - sieht Hermann in seinen Arbeiten.

Die Ausstellung ist in Louisenlund der Auftakt einer ganzen Reihe. Die Kunstschaffenden unter den Pädagogen sollen die Chance erhalten, eigene Arbeiten zu präsentieren. Dass die Schüler Abschlussarbeiten ausstellen, gehöre zum Schulalltag, viele Wochen über seien die Wände aber leer. Wenn die Ausstellung von Alf Hermann mit Beginn der Herbstferien endet, steht mit dem Maler Franck Blady der nächste Künstler in den Startlöchern.

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