Sommerfest auf Carlshöhe : Kunst, Musik und offene Ateliers

Der kostenlose Trommel-Workshop von Papa Dia fand großen Anklang bei den Besuchern.
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Der kostenlose Trommel-Workshop von Papa Dia fand großen Anklang bei den Besuchern.

Mehrere hundert Besucher entdeckten am Sonntag trotz der kühlen Witterung Kunst und Kultur auf Carlshöhe. Das vielfältige Programm bot viele Aktionen für Groß und Klein.

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24. Juni 2018, 05:14 Uhr

Fröhlich, bunt, vielfältig, musikalisch, umrahmt von Kunst jeder Art – das gestrige Sommerfest auf Carlshöhe fand beim Publikum großen Anklang. Trotz des Wetters und der großen Konkurrenzveranstaltung Kieler Woche fanden mehrere hundert Besucher den Weg auf das ehemalige Kasernengelände. Die Veranstalter, der Verein Natur & Kultur (NaKu), die Heimatgemeinschaft, Café Emmas und das Kulturhaus Carls Art, hatten ein Programm für Groß und Klein vorbereitet.

„Wir Künstler haben die soziale Aufgabe, Kunst zu vermitteln“, erklärte Eckhard Kowalke, einer von rund 30 NaKu-Künstlern, die gestern ihre Ateliers öffneten. Kunst wirke innovativ auf die Gesellschaft, spreche gesellschaftliche Themen an: „Wir Künstler haben ein Sendungsbewusstsein“, sagte der Eckernförder.

Zum fünften Mal hatten die Künstler zum Sommerfest eingeladen. Im Vergleich zu den Vorjahren stellen sowohl Eckhard Kowalke als auch Sebastian Libuda fest: „Die Leute haben mehr Mut, in die Ateliers zu gehen.“ Viele Besucher hätten das Gefühl, mit dem Betreten eines Ateliers dringen sie in die Privatsphäre eines Künstlers ein. „Wir wollen transparent sein“, so Kowalke. Nicht nur während der Sommerfeste seien die Ateliers offen. Viele der Künstler laden über das ganze Jahr Interessierte ein und bieten Workshops an.

Erstmals auf Carlshöhe waren Sandra Paasch und ihre Kinder Fridtjof (7) und Gyda (5). Die Barkelsbyer waren angetan von dem weitläufigen Gelände, das den Besuchern gestern so viele Möglichkeiten zum Entdecken und Mitmachen bot. Ein kostenloser Besuch der Ausstellung „Sielmann!“ im Kulturhaus der Stiftung Greifenberg, Carls Art, gehörte dazu. Nicht nur Künstler mit eigenen Ateliers zeigten gestern ihre Werke, einige boten auch Gastkünstlern Raum für deren Werke – so zum Beispiel Sebastian Libuda. In seinem Atelier hatte Isabel Egginger die Möglichkeit, eine kleine Auswahl ihrer Arbeiten zu präsentieren. Seit einem Jahr ist die Pfaffenhoferin Mitglied im Naku, aber noch ohne eigenes Atelier. Ihre Themen sind Minderheiten und Umwelt. Gleich am Eingang von Libudas Atelier nimmt das Bild eines Inuits den Blick des Besuchers gefangen.

„Wir sind die größte lebende Künstlerkolonie“, ist sich Kowalke sicher. Von den 216 NaKu-Mitgliedern sind 180 künstlerisch tätig. Um diese Tatsache und die große Vielfältigkeit von NaKu der Öffentlichkeit zu präsentieren, eigne sich ein Sommerfest bestens. Das bunte Programm, zum Beispiel der Trommel-Workshop von Papa Dia, Malen für Groß und Klein mit Ute Kramer, Arbeiten mit Alabaster mit Thomas Meseberg, spontane Druckexperimente mit Peter-Harry Benzner, die Auftritte von Clownsdame Blümchen, Riesenseifenblasenzauber mit Angelika Kammhoff und der Auftritt von Marionettenfiguren, weckte bei den Besuchern die Neugier auf Kunst.

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