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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 18:00 Uhr

Kunst im Kuhhaus

vom

Ausstellung mit Bildern von Anano Koplatadze: "Georgische Wanderungen"

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Hohenhain | Abstrahierte Landschaften und städtische Szenen voller Farben, die von der Liebe zur Heimat zeugen: Erstmals ist die georgische Künstlerin Anano Koplatadze mit 50 klein- und großformatigen Bildern, gemalt in Öl auf Karton und Leinwand, zu Gast im Kuhhaus auf Gut Hohenhain. Am Mittwochabend wurde die Ausstellung mit dem Titel "Georgische Wanderungen" im Beisein zahlreicher Gäste durch Dr. Hubertus Neuschäffer aus Plön, der auch kunst- und kulturhistorische Reisen nach Osteuropa anbietet und seine Tochter, Kuratorin und Kunsthistorikerin Johanna Neuschäffer aus Berlin, eröffnet.

Als Vetter von Hausherr Burkhard von Langendorff auf dem Gut groß geworden, hat Dr. Hubertus Neuschäffer die Künstlerin, die er seit Jahren kennt, in den Dänischen Wohld geholt. "Das ist genau der richtige Ort dafür", findet er. In seinem Einführungsvortrag über das Land in Vorderasien, etwa so groß wie Bayern, das seine Bewohner den Balkon Europas nennen, wies er hin auf die schwierige Situation des Landes. Geografisch gehöre es zu Vorderasien, kulturell zu Europa in der christlichen Welt. "Es ist ein kompliziertes Land mit wunderschöner Landschaft, bezaubernden Menschen, von denen man unendlich viel lernen kann", ließ er aus eigener Reiseerfahrung wissen. Der Dank von Johanna Neuschäffer galt sowohl der Familie von Langendorff als auch der Künstlerin. Man werde sofort eingenommen, sei bezaubert und fasziniert von ihren Bildern, die viel Atmosphäre haben, sagte sie. "Wir fliegen mit ihr über die Landschaften, durch Nacht und Tag, durch Sommer und Winter." Sie sei sehr froh, hier zu sein, bedankte sich Anano Koplatadze, die hervorragend Deutsch spricht. "Künstler haben es schwer in Georgien, wie auch anderswo. Ich male trotzdem, weil ich es sehr liebe."

Die 33-Jährige, die in der georgischen Hauptstadt Tbilissi (Tiflis) lebt, hat in ihrer Heimatstadt ein Kunststudium abgeschlossen und arbeitet seit sechs Jahren als Reiseleiterin. Nach zahlreichen Ausstellungen im eigenen Land, stellte sie vor einem Jahr in Graz/Österreich erstmals im Ausland aus. In ihrer neusten Serie "Die Wand" spiegelt sich in Episoden das städtische Leben vermischt mit Träumen. Da gibt es ein Liebespaar, bunte Wäschestücke, die vor Fenstern auf einer Leine flattern oder in einer Reihe zum Trocken aufgestellt Surfbretter. Größere Formate zeigen Landschaften in der historischen Region Kartlien in Ostgeorgien, die Nacht in der Stadt Signagi oder den Winter in Südgeorgien. "Ich freue mich sehr, dass mit den Bildern und dem Vortrag hier Leben einzieht", erklärte Burkhard von Langendorff. Für den kommenden Sommer kündigte er weitere kleine Ausstellungen an.

Die Bilder von Anano Koplatadze sind noch bis zum 6. August täglich von 14 bis 19 Uhr, am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 19 Uhr auf Gut Hohenhain zu sehen.

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