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Eckernförder Zeitung

24. November 2017 | 17:57 Uhr

Kunst am Noor schlägt eine Brücke

vom

Die zweite Feiluftgalerie am Noorwanderweg ermöglicht den Besuchern unvergessliche Augenblicke mit aussagekräftiger Kunst in freier Natur

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Eckernförde | Langsam wird es dunkel über dem Windebyer Noor. Wolken ziehen auf, zwei drei Regentropfen fallen, als die letzten Sonnenstrahlen auf die zwei aus dem Wasser springenden Fische treffen. Doch die beiden Tiere tauchen nicht wieder ins Wasser ein, sondern verharren über der Oberfläche.

Es war ein wunderschönes Bild, das sich dem Betrachter der Steinskulptur "Frühlingsfische" am Sonntag bei der zweiten Veranstaltung "Kunst am Noor" bot. Die zwei Fische aus Syenit, einem granitähnlichen Gestein, fanden großen Anklang. Sie fügten sich harmonisch in die Wasserlandschaft ein, wirkten nicht fremd, sondern dazugehörig. Ihr Standort war von Künstler Jens Dürkop perfekt ausgewählt. "Sie sollen ein Gefühl darstellen", so Dürkop. Ein Symbol des Frühlings sein.

Doch nicht nur Jens Dürkop sorgte mit seiner Skulptur für Begeisterung. 21 Künstler belebten mit ihren Werken den Noorwanderweg vom Fischerhaus bis nach Carlshöhe. Dort gesellten sich weitere 26 Kunstschaffende zu ihnen, die ihre Ateliers für Besucher öffneten.

"Wir wollten mit dieser Freiluftausstellung eine Brücke nach Carlshöhe schlagen", erzählte Initiator Ronny Schneider. Schirmherr Klaus Buß bestätigte dies: "Carlshöhe war weit weg von Eckernförde. Das hat sich geändert." Es sei ihm wichtig gewesen, alle Künstler an einen Tisch zu bekommen, so Schneider. Bei diesem Vorhaben halfen ihm nicht nur die Stadt Eckernförde, sondern auch die teilnehmenden Vereine Natur & Kultur Carlshöhe und der Kunst- & Kulturverein Eckernförde. Die Elisabeth-Eifert-Stiftung ermöglicht es, eines der ausgestellten Kunstwerke zu erwerben und dauerhaft als feste Installation am Noor zu belassen. "Die Stadt hat grünes Licht für unser Vorhaben gegeben, nun müssen wir nur noch ein Kunstwerk auswählen", so Schneider. Gekonnt fügten sie sich in die Natur ein. Wirkten, als wären sie schon immer ein Teil des Ganzen gewesen. Der hölzerne Baumschmuck von Rosa Hefendehl konnte fast übersehen werden, so geschickt war er in Bäumen und Sträuchern arrangiert. Wären da nicht die leuchtenden Farben gewesen. Weniger unauffällig stand am Wegesrand "Matilda", die bunte, lebensgroße Kuhnachbildung von Anne-Katrin Schüen mit dem Titel "Kuh(nst) am Noor".

Einen neuen Blick auf das Noor werfen konnten die zahlreichen Kunstinteressierten an der Installation "Augenblick am Noor" von Katharina Töpfer und Steffi Dürkop, die aus vielen kleinen Fernrohren bestand. Ein Rohr mit einem Spiegel zeigte laut Dürkop das Wichtigste am Noor: den Besucher selber. "Der Betrachter soll diese Landschaft auf eine andere Weise sehen, sich damit auseinandersetzen, wo wir hier sind und das Noor wieder in den Mittelpunkt stellen", so Dürkop.

Begeisterung riefen an diesem Tag jedoch nicht nur die vielen faszinierenden Kunstwerke von den Skulpturen über Holzarbeiten bis hin zu klassischer Malerei hervor, sondern auch das Engagement des Initiators Ronny Schneider. Steffi Dürkop: "Ich als Künstlerin möchte Danke sagen."

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