Von Bürgern für Bürger : Kulturforum Strande: Kräfte bündeln und Impulse geben

Wollen das kulturelle Leben in Strande fördern: Dr. Siegmar Biernath-Wüpping, Professor Gerd Schneider und Dr. Werner Helten (v.l.).
Wollen das kulturelle Leben in Strande fördern: Dr. Siegmar Biernath-Wüpping, Professor Gerd Schneider und Dr. Werner Helten (v.l.).

Elf Strander gründen Forum zur Förderung des kulturellen Lebens im Ostseebad

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22. Januar 2015, 06:00 Uhr

Strande | Viel mehr als einen Spaziergang am Wasser – das hat Strande zu bieten. Die vielfältigen Angebote zu bündeln, die Organisatoren miteinander zu vernetzen und so einen Beitrag zum gerade aufkeimenden neuen Gemeinschaftsgefühl im Ostseebad zu leisten – das haben sich die elf Gründungsmitglieder des Kulturforums Strande auf die Fahne geschrieben.

In den vergangenen Jahren hätten sich viele Ansätze eines kulturellen Lebens in Strande neu entwickelt, hat der Vorsitzende, Professor Gerd Schneider, beobachtet. Das strahle auch auf den Tourismus und die Wirtschaft der Gemeinde aus. Mehrere Künstler lebten und arbeiteten hier, würden aber im Ort selbst nicht in Erscheinung treten, sagt Schneider weiter. Das besondere Flair Strandes ziehe die Menschen aus der Region an, und mit der gerade begonnenen Sanierung der Promenade werde dieses Ausflugsziel noch einmal attraktiver. „Daran möchte das Kulturforum anknüpfen, Kräfte bündeln und weitere Impulse geben“, kündigt Schneider an.

Den Impuls zu diesen Überlegungen gab die Diskussion um die Ausgestaltung des Strander Hafenfestes, das in diesem Jahr erstmals ausgesetzt wird. Dr. Siegmar Biernath-Wüpping kann sich noch genau an die Anfänge erinnern – der Ort war mit dem Hafenvorfeld derselbe wie heute, das Programm aber war von Bürgern für Bürger gemacht und damit ein völlig anderes als das zuletzt bekannte. „Es gibt durchaus Ideen, wie man das anders machen kann“, sagt Schneider, der überzeugt ist, dass viele Strander ihre Ideen, Gedanken und Erfahrungen in die Organisation des Festes mit einbringen können. So auch er selbst: Lange Zeit war er stellvertretender Leiter des NDR-Funkhauses in Kiel, mit dem Fall der Mauer ging er nach Schwerin, um dort das Landesfunkhaus aufzubauen. „Da habe ich mich viel in der Kultur getümmelt“, so Schneider. Mit Biernath-Wüpping stehen ihm im Vorstand des Kulturforums ein Umweltanalytiker und mit Dr. Werner Helten ein Mediziner zur Seite, die schon länger im Hinterkopf hatten, irgendwas in Strande anzupacken.

Selbst Veranstaltungen im Ort auszurichten ist nicht das, was die drei Gründungsmitglieder an oberster Stelle der Agenda des Forums sehen. Schneider: „Das ist die Aufgabe von anderen, die das entsprechende Know-how haben.“ Einige der Gastronomen seien hier bereits aktiv, und erste Gespräche mit ihnen seien auf gute Resonanz gestoßen, teilt Helten mit. Vielmehr ist ihnen daran gelegen, eine Diskussion anzustoßen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen über den Stellenwert und die Notwendigkeit eines kulturellen Lebens. Und sie möchten die Geschichte und Kulturgeschichte Strandes einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen und bewusst machen. „Es gibt ein Buch über 750 Jahre Strande – aber was wissen die Bürger davon?“, fragt sich Schneider.

Die Homepage (www.kulturforum-strande.de) geht nächste Woche online, Flyer zur Gewinnung weiterer Mitglieder sind bereits gedruckt. Sie sollen jedoch nicht einfach kommentarlos in die Briefkästen der Haushalte gesteckt werden, sagt Helten. Die Gründungsmitglieder werden sie persönlich unter die Leute bringen. „Wir wünschen uns viele Mitglieder, damit wir eine große Gemeinschaft werden, deren Stimme gehört wird und die mit ehrenamtlichem Engagement Bürgersinn in praktisches Handeln umsetzt“, macht Helten deutlich. Zum Beitritt eingeladen seien alle, die im Ort wohnen, aber auch alle anderen, denen die Region am Herzen liege.

Eine erste Mitgliederversammlung ist für Ende April vorgesehen. Der genaue Termin wird rechtzeitig in unserer Zeitung bekannt gegeben.

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