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Kulturelles Feuerwerk und Skyline auf Beton

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ganz schön heftig, dieses Kulturprogramm im November. Zum Abschluss der vier „Langen Nächte“ startet heute die Abteilung „Musik“ mit elf zum Teil wirklich hochkarätigen Veranstaltungen noch einmal so richtig durch. Ein tolles Programm, aber in seiner komprimierten Komplexität für den Besucher auch schwer leistbar. Klar ist das Ganze auch nicht darauf ausgelegt, dass alle alles sehen und hören müssen. Aber wenn schon so schöne Sachen wie das Akkordeonorchester, eine musikalische Zeitreise in die zwanziger Jahre, Sambafish, eine ausgezeichnete Sopranistin, die Kracher-Band „Magic 25“, mitreißender Klezmer, nostalgische Schlager, neue Musik, die Bop Cats, Kay Kankowskis Uraufführung und zum guten Schluss noch Up & Down im Utgard zu hören sind, möchte man eigentlich vieles, wenn nicht alles sehen – nur ist das nicht zu schaffen. Schade, denn alle Konzerte wären einen Besuch wert.

Nur: Wie kommt man raus aus der Nummer? Weniger ist mehr, oder auf mehrere Tage verteilen? Klingt logisch, aber dann wäre irgendwie auch der Reiz dieser prallen Kultursamtage mit ihrem kurzzeitigen Überangebot dahin. Die „Langen Nächte“ sind schon schlaues Kulturmarketing, das nicht verwässert werden sollte.

Maßgebend sind letztlich die Resonanz des Publikums und die Rückmeldungen der Akteure. Ab Montag kann Bilanz gezogen werden.

Na also, geht doch. Nun ist aus der „Klagemauer“ im Kurpark doch noch etwas Vernünftiges geworden. Grau raus, bunt rein, und schon ist aus beton-grauer Tristesse ein kleines Schmuckstück geworden. Die Konzertmuschel bietet nun den passenden Rahmen für fröhliche Feste und beschwingte Konzerte unter freiem Himmel. Im Moment spielen zum Glück auch alle Anwohner mit. Damit das auch so bleibt, geht die Touristik feinfühlig vor bei der Bespielung des Kurparks, hält Maß und die Pegel lieber ein paar Dezibel unter dem rechtlich Machbaren.

Die Potsdamer Graffiti-Sprayer haben gut gearbeitet und die Eckernförder Skyline markant und kreativ auf Beton gesprüht. Patrick Schloßer und Nils Winderlich haben dem Ganzen mit ihren stählernen Sprotten, Heringen und Unterwasserpflanzen den finalen Schliff versetzt.

Der Kurpark ist um eine Attraktion reicher.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 14:28 Uhr

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