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Küstenschutz : Küstenschaden – fließt jetzt Fördergeld?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neue Arbeitsgruppe für die Entwicklung des FlaRak-Geländes? Bauausschuss soll erst beraten / Straße Karlsminde wird ausgebaut

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 06:11 Uhr

Waabs | Was passiert auf dem ehemaligen Flarak-Gelände? Aus Sicht der WGW müsste dazu eine Interessengemeinschaft (Arbeitsgruppe) gebildet werden, die sich Gedanken über die Entwicklung des Areals zu einem Kunst- und Erlebnisraums macht. Einen entsprechenden Antrag brachte die WGW in der Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Woche ein. Es wurde lange und auch kontrovers im TSV-Sportheim diskutiert, ob der Antrag denn rechtzeitig eingebracht wurde, wie Godber Peters von der Amtsverwaltung Schlei-Ostsee auf EZ-Nachfrage berichtete. So hieß es, dass die Beratung der weiteren Entwicklung der gemeindeeigenen Fläche ein klares Thema für die vorhandenen Fachausschüsse sei. Dem hielt die WGW entgegen, dass die Bürger mehr Mitsprachemöglichkeit erhalten sollten. Zugleich schlugen sie vor, dass der Bürger Gerd Kersten die Interessengruppe organisieren könnte. Dieser war den meisten Gemeindevertretern aber nicht bekannt, so Peters, als dass sie der Einberufung einer solchen Arbeitsgruppe zustimmen würden. Schlussendlich wurde mit acht Ja- bei fünf Nein-Stimmen für die Überweisung des Antrags in den Bauausschuss gestimmt.

Handlungsbedarf hat die Gemeindevertretung an dem aufgetretenen Küstenschaden in Kleinwaabs im Bereich der Strandbek erkannt. Dort war Anfang Januar die dort verankerte Metalltreppe zum Strand hinunter stark unterspült, die Steilküste beschädigt worden. Allerdings hofft die Gemeinde noch auf Zuschüsse, da mit Sanierungskosten im sechsstelligen Bereich gerechnet werden müsse. Nach Aussage von Fachleuten reiche eine Reparatur mit Bordmitteln des Bauhofes nicht aus. So wurde beschlossen den Schaden über den Kreis dem Land zu melden, wo es Fördermittel aus einem Fördertopf des Wirtschafts-Resorts geben soll. Es wurde betont, dass die Treppe und die Uferstelle große Bedeutung als Wanderwegverbindung für den Tourismus, aber auch zum Küstenschutz und zum Erhalt einer Feuerwehrzufahrt hat.

Lange diskutiert wurde über die Windkraftplanung des Landes. Dabei wiederholte Bürgermeister Udo Steinacker seine Aussagen von der Einwohnerversammlung, wonach die Gemeinde nur wenig Spielraum für eine Einflussnahme habe.


Mit Bannern Stellung beziehen gegen Windkraftplanung des Landes


Neue Argumente gab es nicht. Steinacker schlug vor, dass die Gemeinde an den Ortseingängen und auf gemeindlichen Plätzen Banner installieren könne. Darauf solle mit sachlichen Argumenten der Widerspruch der Gemeinde gegen die Pläne der Landesregierung zum Windkraftausbau zum Ausdruck gebracht werden, sagte Steinacker. Der Vorschlag wurde begrüßt.

Einstimmig beschlossen wurde die Jahresrechnung für 2016. Bereits im Haupt- und Finanzausschuss war intensiv über die umfangreichen Investitionen der Gemeinde im Vorjahr beraten und diskutiert worden (wir berichteten). So hatte die Gemeinde alleine für den Tourismus rund 100 000 Euro aufgewendet. Investiert wurde außerdem in den Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes, die Vorplanung zur Sanierung der Straße Karlsminde, den Erwerb der Kindertageseinrichtung und den Erwerb von Anteilen an der Schleswig-Holstein Netz AG (Darlehen rund 1,2 Millionen Euro). Der allgemeinen Rücklage werden 42 000 Euro entnommen, sie sinkt auf 562 000 Euro Ende 2016. Geplant war noch eine Entnahme von rund 140  000 Euro.

Beschlüsse:

> Der Bürgermeister wurde beauftragt für die Gemeinde Wohncontainer, die das Land derzeit aus aufzulösenden Flüchtlingslagern abgeben möchte, zu beantragen. Vorbehaltlich der baurechtlichen Prüfung hätte die Gemeinde gerne drei WC-Container, drei Duschcontainer und zwei Wohncontainer, die auf dem FlaRak-Gelände aufgestellt werden könnten.

>Ebenfalls neu auf die Tagesordnung kam die Verpflichtung von Boris Barg als stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr. Waabs. Er war bei der Hauptversammlung in seinem Amt wiedergewählt worden.

>Mit Mehrheit von 10:3 Stimmen wurde ein Zuschussantrag der Kappelner Tafel abgelehnt.

>Ohne lange Diskussion wurde eine neue Satzung für das Sondervermögen der Gemeinde für die Kameradschaftspflege der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen.

> Beschlossen wurde der Ausbau der Straße Karlsminde. Es wird mit Gesamtkosten von rund 412  000 Euro gerechnet, denen bereits ein Zuwendungsbescheid des Landes über 218  000 Euro gegenübersteht. Die Sanierung soll unter Vollsperrung vom 7. Mai abends bis zum 18. Mai erfolgen. An dem Wochenende dazwischen soll die Vollsperrung aufgehoben werden.

>Ohne Diskussion wurde die Sanierung der Abwasserpumpenanlage am Campingplatz Ludwigsburg beschlossen. Nachdem bereits die Pumpenanlagen in Langholz (2011) und in Karlsminde (2013) modernisiert wurden, steht nun das alte pneumatisch betriebene Pumpenwerk in Ludwigsburg an. Es wird mit Kosten von rund 125  000 Euro gerechnet. Die Arbeiten sollen nach der Saison im Oktober/November umgesetzt werden.

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