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Künstlerhaus-Stipendiaten auf der Suche nach Inspiration

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Frank Lippold, Jeanette Fabis und Katharina Merten wollen sich in Eckernförde künstlerisch weiterentwickeln

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

eckernförde | Sie arbeiten alle an unterschiedlichen Dingen, aber eins haben sie gemeinsam - ein Stipendium im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Ottestraße 1. Jedes Jahr bekommen unterschiedliche Künstler das Stipendium, um an ihren Werken zu arbeiten. So auch die neu angereisten Stipendiaten, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen. Jeanette Fabis hat in Hamburg studiert und wohnt zur Zeit in Frankfurt. Sie habe sich letztes Jahr schon für das Stipendium beworben und dieses Jahr dann den Zuschlag bekommen. Seit Juli wohnt sie in Eckernförde und arbeitet an ihren hauptsächlich zweidimensionalen Werken. Bis Oktober wird sie verschiedene Papiere in der Oberflächenstruktur verändern, so dass es für den eigentlichen Zweck, dem Bemalen, unbrauchbar scheint. Mit einer stumpfen Nadel setzt sie dicht aneinander gedrängte Stiche auf das Papier. So entstehen verschiedene Muster und Strukturen. Die Bilder gehören zu einer Serie, die sie in Eckernförde fortführen will. Die Künstlerin plant am Ende ihres Aufenthalts eine Abschlusspräsentation, in der sie auch ihre Kartonarbeiten vorstellen wird.

Eine Abschlusspräsentation hat auch Katharina Merten geplant. Die Leipzigerin ist erst seit Anfang August in Eckernförde. Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt in dem Bereich Film. "Ich arbeite installativ", erklärt die Künstlerin. Ihr Aufenthalt in Eckernförde geht bis Ende November. Bis dahin möchte sie gerne ein Projekt umsetzen, das sich mit der Gegend in und um Eckernförde befasst. Derzeit arbeitet sie an der Konkretisierung ihrer Film-Pläne.

Auf der Suche nach der zündenden Idee ist auch Frank Lippold. Der Künstler aus Dresden, dessen Stipendium bis Ende Oktober reicht, arbeiten mit Holztafeln, die er mit Acrylfarben einfärbt und anschließend Kunstwerke hineinritzt. Durch Herausbrechen von kleinen Stücken und Hineinritzen in das Holz entstehen Farbsegment, die am Ende ein Gesamtbild ergeben. Lippold stellt so verschiedene Motive dar und schafft es, auch verschiedene Szenen in ein Bild zu packen. Am liebsten arbeite er draußen, jedoch fehle ihm hier in Eckernförde noch der richtige Ort. "Ich brauche etwas, wo ich meine Tafeln unterstellen kann und wo ich von morgens bis Abends arbeiten kann, aber trotzdem draußen bin", sagt er. Dass sei hier in Eckernförde gar nicht so leicht zu finden. Aber er hofft, dass sich ihm bald eine Gelegenheit bietet. "Jetzt, wo hier so schön die Sonne scheint." Außerdem sei es eine schöne Gegend, in die man als Dresdner nicht so oft hinkomme.

Gemeinsam werden die Künstler noch bis Oktober an ihren Werken arbeiten. In dieser Zeit starten auch die Umbauarbeiten im Künstlerhauses. Für die Abschlusspräsentationen stehe aber Platz zur Verfügung, sagte die Vorsitzende des Fördervereins des Künstlerhauses, Jutta Johannsen.

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